Archiv der Kategorie: RC – Modellbau

Rennbericht Tüttendorf 2014

Abartig geiles Wochenende mit verdammt viel Spaß.

Für mich ist Tüttendorf etwas besonderes – die weiteste Anreise der Saison und die mit Abstand schönste Anlage gesamt.
Für mich begann es am Donnerstag mit einer ca. 8 Stunden dauernden Anreise dank einem Stau nahe Berlin. Abgesehen davon kam ich gut durch und war gegen 16 Uhr an der Strecke. Es war schön, endlich wieder an einer Rennstrecke zu sein und die Leute wieder zu treffen. Nach einer ausgiebigen Begrüßung wurde schnell der Schlafplatz vorbereitet und dann ging es schon los… mit dem „fachsimpeln“ und dem Spaß. Es waren auch einige Leute vom Verein da und diese machten dabei auch kräftig mit. Je später die Stunde, je spaßiger wurde es.
Irgendwann mitten in der Nacht kam einem vom Verein die Idee mit meiner beleuchteten Elo-Karo ein paar Runden zu drehen. Der Fahrer schaffte es kaum auf dem Fahrerstand (das ein oder andere Alkoholhaltige Getränk war bereits gelehrt), aber er drehte dafür um so präziser Runde für Runde in vollständiger Dunkelheit.

Beeindruckend!

Am Freitag begann dann auch gegen Mittag das testen für mich. Die ersten Runden fuhr ich mit dem Serpent S411 und der Spaß war von der ersten Runde an voll da. Das Auto lag auf Anhieb gut und ich fand mich schnell wieder in die Strecke ein. Später stand der erste Einsatz für den V-One an und auch dieser lag gut. Eine kleine Änderung am hinteren Stabilisator brachte den Erfolg und ich war mehr als zufrieden. Auch das Getriebe funktionierte sofort perfekt.

Am Nachmittag war die Zeitnahme für mich interessant, denn ich ging auf die Jagt nach der schnellsten Runde. Ich war immer im Bereich von 15,3 – 15,9 Sekunden pro Runde was ich jedoch nicht Konstant schaffte. Mein Ziel war dennoch erreicht.

Der Samstag konnte kommen und an ihm lief alles Rund. Beide Autos machten erneut keine Probleme und auch die Vorläufe am Nachmittag liefen gut. In der TW 2.5 sicherte ich mir Startplatz 1 und mit dem Elektro Startplatz 3.
Vor allem die Elektro Klasse machte mir Spaß, denn man konnte sich vernünftig unterhalten und allen voran Rene tat dies. Teilweise etwas zu sehr, denn ich hatte Zeitweise Tränen in den Augen vor Lachen und musste einmal sogar anhalten um sie mir aus den Augen zu wischen.
So kann man die Gegner auch ausschalten!

Am Abend ging es dann zum Essen in ein Restaurant. Große Portion zum vernünftigen Preis. Top!

Sonntag, Renntag!
Das Wetter spielte mit und einem tollen Tag stand nichts im Wege. Das erste Finalstück der Elektros stand an und ich konnte mich durchsetzen und schob mich auf Platz 2. Für mich etwas Überraschend.
Auch Finalteil 2 und 3 beendete ich jeweils auf Platz 2. Kein schlechter Einstand für die neue Klasse.
In der TW2.5 hatte ich einen perfekten Start und konnte mich sofort vom Feld absetzen. Ich konnte es mir erlauben beim Überrunden mehr Zeit zu investieren und kein Risiko eingehen zu müssen. Ich kam gut durch und das Auto wurde immer besser. Das führte dazu, dass ich , wie im Jahr zuvor, in der vorletzten Runde die schnellste Rundenzeit fuhr.
Ich gewann das Rennen mit einigen Runden Vorsprung. Ich gehe jedoch nicht davon aus, dass ich den Rest der Saison so überlegen sein werde. Es war dennoch ein sehr guter Start in das Jahr.

Zum Schluss die Danksagung an alle Teilnehmer, an André, meinem Mechaniker, an die Organisatoren des Wochenendes und an den Verein.

Es war klasse und macht Lust auf mehr!

Testbericht KWC Munzig 2014

Dieses mal wird es kein Rennbericht im klassischen Sinn, sondern viel mehr ein Testbericht. Für mich war es im ersten Rennen des Jahres hauptsächlich ein Funktionstestest des neuen Autos. Ich wollte in einer Rennsituation das Auto auf dessen Zuverlässigkeit testen und Probleme daran feststellen.

Aber nun das ganze chronologisch:

Nach einer kurzen Nacht ging es in das ca. 75Km entfernte Munzig. Nach einer kurzen Begrüßung und einem ersten Blick über die Strecke und deren Zustand begann schon die Fahrerbesprechung. Direkt im Anschluss starteten die ersten Vorläufe.
Meine erste Runde nutzte ich zum Prüfen der Funktionen sowie zum einstellen der Lenkung, bevor ich dann nach einer kurzen Eingewöhnung versuchte das Auto auf Geschwindigkeit zu bekommen. Das gelang mir zunächst nicht. Nach wenigen Runden bemerkte ich ein Problem am Auto. Die Bremse funktionierte nicht wie gewünscht und oftmals brach mir beim Anbremsen das Heck aus. Dafür war dann am Kurvenausgang kaum eine Beschleunigung zu spüren, trotz einem deutlichem hochdrehen des Motors.
Zum Schutz des Motors brach ich daraufhin den Vorlauf ab und wollte dem Problem auf den Grund gehen.

Schuld war in diesem Fall glücklicherweise nur eine verlorene Madenschraube.

Für den 2. Vorlauf änderte ich nochmals ein paar Kleinigkeiten am Fahrwerk um ein etwas ruhigeres Fahrverhalten zu erreichen, doch dazu kam es nicht. Beim Start wollte meine Startbox nicht mehr – Die Akkus waren leer. Ich war mir aber sicher, dass ich diese geladen hatte.

Kein Problem, beide Akkus etwas Angeladen und schon konnte der 3. Vorlauf kommen.

In diesem fühlte ich mich zu Beginn recht wohl, obwohl ich schnell merkte, dass mein Auto nicht in den 2. Gang schaltete. Dennoch fuhr ich den Lauf zu Ende und war mit dem allgemeinen Verhalten des Autos zufrieden. Ein kurzer Check ergab jedoch auch dieses mal eine verlorene Madenschraube.

Auch dieses kleine Problem war schnell behoben und das Halbfinale konnte kommen.

Das Halbfinale lief akzeptabel. Von der Geschwindigkeit her konnte ich nicht mit den anderen mithalten, aber das war auch nicht mein Ziel. Ich spürte auch in diesem Lauf keine Schaltvorgänge, jedoch war ich von der Top-Speed gut dabei. Daher schaltete er wohl viel zu früh. Bis auf die gefühlten 100 Überrundungen, die ich über mich ergehen ließ, war ich zufrieden. Das Auto lief endlich und spulte Runde um Runde ab. Nach ca. 10 Minuten verlor ich in einer schnellen Kurve plötzlich das Auto und der Motor war aus. Der Streckenposten signalisierte mir den Feierabend – Motorschaden?

Ich konnte mir das nicht so ganz vorstellen und der Motor ließ sich auch noch drehen. Sicherheitsalber öffnete ich dennoch den Motor aber konnte keinen Schaden feststellen. Leider verlor ich dabei so viel Zeit, dass ich nicht mehr weiter fahren konnte.

Am Ende bleibt mir Platz 12 von 13, viele Erkenntnisse zum neuen Auto, erstaunlich wenige Probleme und eine große Vorfreude auf die kommenden Rennen.

Rennbericht Munster II 2013

Das Saisonfinale! Es ist da! Besser gesagt es war da und das viel zu schnell.
Am 20.-22. September fand das letzte Rennen der Saison wieder in Munster statt. Nach einer bis dahin sehr erfolgreichen Saison mit 2 Siegen und 2 zweiten Plätzen ging es nun um die Wurst, denn das Spannende Finale sollte die Entscheidung in der Meisterschaft bringen. Nur 2 Fahrer hatten noch die Chance diese zu gewinnen und einer davon war ich. Aber wie dem auch sei – nun der Reihe nach:
Wie in den letzten Rennen auch konnte ich bereits am Donnerstag anreisen und das schien bis dato auch gut gewesen zu sein, denn das Wetter war bei meiner Ankunft perfekt. Leider änderte sich dies bereits wenige Stunden später und es fing an zu Regnen. Es waren zwar immer nur kurze Schauer, aber es nervte schon, denn es zog sich bis zum Freitag. Immer, wenn die Strecke gerade etwas trockener wurde kam der nächste Schauer, was ein fahren fast unmöglich machte. Somit war mein Plan am Freitag schon einmal nicht aufgegangen und ich konnte mein Setup nicht fertigstellen.
Erst am Samstag kam ich zum fahren und musste auch nur geringfügige Änderungen am Auto vornehmen. Ich lag also bei der Vorbereitung einmal mehr recht gut. Auch meine Reifenwahl fühlte sich ganz gut an, aber ich hatte leichte Bedenken, das diese für das Rennen zu weich sein könnten und nach einigen Minuten nachlassen würden, doch je länger ich damit fuhr, je besser wurden sie, also blieb ich bei diesen.
Am Nachmittag ging es an die Vorläufe und ich kam im ersten ganz gut durch. Dennoch reichte es da nur für den 2. Platz mit 2,3 Sekunden Rückstand und meiner schnellsten Runde in der letzten Runde.
Auch das bekräftigte mich darin, diese Reifen weiter zu fahren.
Den 2. Vorlauf fuhr ich nicht, was zur Folge hatte, das ich auf Platz 3 zurück fiel, doch das ist bei einem langen Rennen nicht so entscheidend.
Am Sonntag Mittag ging es langsam in die heiße Phase und das Rennen stand an. Ich hatte einen guten Start bis nach der ersten Kurve. Dort rutschte ich etwas zu weit raus und landete im Gras. Als Folge fiel ich an das Ende des Feldes zurück und verlor etwas Zeit. Bis zum ersten Boxenstopp holte ich gut auf und schob mich auf Platz 2. Es wurde Spannend zwischen Platz 1 und 2, denn wir waren mit Abstand die schnellsten. Ich hörte ein paar mal, wie dem erstplatzierten mehrfach der Abstand angesagt wurde und der wurde geringer.
Doch leider änderte sich dies nach 12-13 Minuten Fahrzeit, als ich fühlte, wie mein Auto anfing zu rutschen. Ich dachte anfangs, ich hätte zu sehr angegriffen und es wären nur die Reifen, die gerade einbrechen, aber auch nach einigen langsameren Runden änderte sich nichts. Ich fühlte auch langsam auf der Haut, wie ganz leichter Nieselregen einsetzte und begriff, das daher meine Probleme kamen. Ich freundete mich damit an und nahm etwas Geschwindigkeit heraus und fuhr ab da auf Sicherheit.
Nach meinem letzten Boxenstopp hatte ich daher nun schon 5 Runden Rückstand auf Platz 1 und dort konnte eigentlich nichts mehr passieren. Die Plätze waren überall bezogen, doch es wurde für mich persönlich nochmals etwas spannender, denn mein Auto lenkte immer schlechter in die Kurven ein. Ich musste es regelrecht in die Kurve zwingen und war froh als dann endlich das Rennen vorbei war.
Direkt nach der Zieldurchfahrt stellte ich mein Auto ab, denn ich wollte es mir nicht nehmen lassen dem Rennsieger und neuem Meister in der Klasse als erster zu gratulieren. Es folgten dann noch die anderen Fahrer. Es war eines der schönsten Rennen des Jahres und es machte alles in allem viel Spaß.
Die Siegerehrung war dann auch für mich etwas besonderes, denn es war das 8. Rennen in Folge bei dem ich auf dem Treppchen stand. Zum Abschluss der Saison gab es nun noch die Jahreswertung, welche standesgemäß mit einer Sektdusche für die ersten 3 endete. Es war grausam, aber dennoch schön. Wie auch schon im Vorjahr lies ich es einfach über mich ergehen und freute mich einfach, das ich es wieder unter die Top 3 geschafft hatte.

Zum Abschluss bleibt mir nur die obligatorische Dankesrede:
– Dirk und Sebastian, meine beiden Mechaniker in diesem Jahr
– den Fahrern der TW2.5 für die wunderschönen Rennen
–  allen Fahrern für die schönen und unterhaltsamen Stunden
– dem Orga-Team für die Veranstaltung und Organisation der Rennen
– den Vereinen bei denen wir fahren durften
Ich hoffe nichts vergessen zu haben, außer einem:
Schon jetzt freue ich mich auf 2014 und hoffe euch alle da wieder zu sehen!

Rennbericht Kirchhain 2013

Um es mit den Worten von Rene zu sagen: „88 Grad und es wird noch heißer…“.
Dem kann ich mich nur anschließen, denn es war eins der wärmsten Rennen, die wir im RCCM Cup bislang hatten.
Am Donnerstag bei angenehmen 30°C war die Anreise noch recht entspannt und ich kam gegen Mittag an der Strecke im schönen Hessen an.
Nach der langen Begrüßung ging es an die Arbeit: Pause.
Ich fuhr an dem Tag nur ein paar Runden mit meinem Elektro und konzentrierte mich somit auf den Spaß.
Für den Verbrenner hatte ich keine Lust mehr.
Am Freitag wollte ich dann endlich mal meinen RRR starten, wobei ich mich dieses mal etwas zurück halten musste, da ich kaum noch Sprit dabei hatte.
Ich fuhr am Vormittag nur 2 Tankfüllungen, also ca. 10-12 Minuten, bei denen ich es schon ganz gut hinbekommen hatte mein Setup an zu passen.
Ab ca. 11 Uhr war an fahren für mich nicht mehr zu denken. Mit über 37°C war es mir einfach nur zu warm und ich blieb größtenteils im Schatten des Fahrerlagers.
Die Zeit nutzte ich um den 5,5 Turn Motor in den Elektro ein zu bauen. Dank einem anderen Zahnrad von Rico hatte ich nun die richtige Übersetzung.
Über den Tag verteilt starteten wir dann mit bis zu 4 Elektros und hatten damit eine Menge Spaß. Die kleinen Flitzer gingen richtig gut und konnten auch mit den 2.11er Verbrennern zum Teil mithalten.
Den Samstag Vormittag nutzte ich um die letzten Kleinigkeiten  am RRR zu testen und war nun auch soweit zufrieden und für den Vorlauf bereit.
Im ersten Vorlauf hatte ich einen kleinen Fehler mit einer großen Auswirkung. Mein Spritschlauch löste sich und mein Auto ging aus. Im 2. Vorlauf konnte ich aber dann endlich durchfahren und sicherte mir somit Startplatz 1 im Finale.
Der Sonntag konnte kommen und er kam dann auch nach einer kurzen Nacht.  Zum Glück wurde es genau zu den Finalläufen etwas kühler und so ging ich mit Vorfreude in das Rennen.
Ich traf den perfekten Start und konnte mich schnell absetzen.
Bereits nach wenigen Runden begannen die Überrundungen und das Auto wurde von Runde zu Runde besser.
Nach ein paar Minuten klebte das Auto förmlich auf der Strecke und ich fuhr die Steilkurve immer schneller, als gerade in der Runde, wo ich da mit Vollgas durchfahren wollte ein Auto da lag.
Ich habe dieses nicht gesehen. Ich sah nur auf einmal 2 Autos fliegen und rechnete mit dem schlimmsten.
Erstaunlicherweise stand mein Auto noch auf seinen Rädern und der Motor war auch noch an sodass ich weiterfahren konnte. Ich merkte aber, das irgendwas nicht mehr zu 100% in Ordnung war und so konnte ich nicht mehr ganz so schnell fahren.
Ab und an rutschte ich mal leicht neben die Strecke, aber das konnte ich bis auf einmal immer gut abfangen.
Bei diesem einen größeren Fehler sammelte ich leider etwas Unkraut auf, weswegen ich einen kurzen Reinigungsstopp einlegen musste. Daraufhin ließ ich es nochmals etwas ruhiger angehen und wollte nur noch fertig fahren. Dad gelang mir aber ein weiteres mal nicht. Beim überrunden stieß ich erneut auf ein stehendes oder extrem langsames Fahrzeug, dem ich nicht ausweichen konnte und auch dieses traf ich leider. Dieses mal aber ohne Folgen für beide und ich konnte den Sieg mit 6 Runden Vorsprung heimfahren.
Trotz der Hitze war es ein sehr schönes Wochenende und ich hoffe, das das nächste Rennen mindestens genau so schön wird.