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Rennbericht Mühlau 2010

Das Wochenende war trotz des Ausfalls im Rennen für mich ein Erfolg. Der Samstag verlief unerwartet gut. An die Strecke hatte ich mich relativ schnell gewöhnt und das Auto lief von Anfang an einwandfrei. Selbst die doch recht hohen Temperaturen stellten sich nicht so problematisch dar, wie befürchtet. Ich entschied mich dadurch, den Fazer zu schonen und lieber noch ein paar Runden mit dem FW zu fahren, um diesen nach den Reparaturen des letzten Rennens zu testen und zu überprüfen.
Gut vorbereitet konnte der Sonntag kommen.
Ich ging den ganzen Sonntag sehr ruhig an. Den 1. Vorlauf ließ ich aus. Ich wollte nur den 2. Vorlauf Fahren um meine Pflichtrunde zu haben um somit fertig für das finale zu sein. Durch einen Fahrfehler hatte ich da einen Einschlag in der Wand, wonach sich das Auto komisch anfühlte. Ich beschloss den Vorlauf ab zu brechen und das Auto zu überprüfen. Es waren keine offensichtlichen Schäden fest zu stellen.
Den 3. Vorlauf nutzte ich nochmals zum checken des Autos und zum herausfinden, wie lange ich mit einer Tankfüllung fahren kann. Das Auto lag wieder gewohnt gut sodass ich nach ca. 5 Minuten den Vorlauf beendete.
Das Rennen nahm ich vom 7. Platz in Angriff. Vor mir stand mein Teamkollege. In der Vorbereitungszeit merkte ich, wie von Runde zu Runde die Bremskraft abnahm. Da man in diesen 3 Minuten nichtmehr die zeit für große Reparaturen oder Fehlersuchen hat, beschloss ich weiter zu fahren und hoffte, das die Bremse das Rennen noch durch steht. In der Anfangsphase des Rennens blieb ich hinter meinem Kollegen und hielt auch einigen Abstand zu ihm. Nichts wäre schlimmer gewesen, als sich gegenseitig ab zu schießen.

Nach einigen Rennrunden war es dann soweit, das die Bremse vollständig versagte und ich keine Kurve mehr vernünftig anbremsen konnte. Trotz des 1-Gang Getriebes konnte ich auf der langen Geraden zwar mit den 2-Gang Fahrzeugen mithalten und diese sogar erfolgreich überholen. Jedoch musste ich immer sehr zeitig vom Gas und im Infield verlor ich Unmengen an Zeit. Nachdem ich dann das erste Mal in der Box zum Tanken war, fuhr ich direkt hinter meinem Kollegen wieder auf die Strecke zurück. Da ich im Normalfall durch den Bremsverlust keine Chance gehabt hätte, mich vor ihm zu halten blieb ich dicht hinter ihm. Als er einen Fahrfehler hatte und ins Gras kam, fuhr ich vorbei und konnte mich auch erstmal absetzen.

Bis zu diesem Zeitpunkt verlief das Rennen trotz kleiner Probleme nach Plan. Der nächste Boxenstopp stand an. In dem Moment, wo ich in die Box fuhr ging das Auto aus. Der Tank war komplett leer. Es wurde Nachgetankt und das Auto auf die Startbox gestellt. In dem Moment, wo der Motoren die ersten Anzeichen des Anspringens von sich gab, gab es einen dumpfen Knall und Bruchteile von Sekunden später sah ich vom Fahrerstand aus Flammen in der Tank nähe. Ich dachte sofort, dass der Motor oder der Lipo die Ursache des Feuers wären. Ich rannte sofort vom Fahrerstand herunter um beim löschen des Feuers zu helfen. Als ich unten ankam war das Feuer auf der Startbox aus. Das Auto Rauchte noch und es war kein Feuerlöscher da. Somit beschloss ich das Auto mit ein paar Händen voll Wasser zu löschen, die ich aus einem Regenwasserfass. Als die Flammen nun komplett gelöscht waren nahm ich das Auto sowie die Startbox  mit zum Fahrerlager um den ganzen Schaden zu eritteln.

Auf den ersten Blick war natürlich die Karosserie zu erkennen, welche teilweise geschmolzen und verformt war. Als ich das Auto später Zerlegte wurde noch einiges mehr sichtbar. Eine Reparatur der ganzen Schäden war nicht Wirtschaftlich, sodass ich mich entschloss ein neues Fahrzeug zu kaufen und den alten für Test und Anlernzwecke von interessierten Leuten, sowie als Ersatzteilspender zu nutzen. Für den Renneinsatz ist es nichtmehr zu gebrauchen, da das gesamte Chassis verzogen ist und sich somit das Auto weder ordentlich einstellen noch fahren lässt.
Nun kann ich hoffen, dass der dann neue Fazer in Bernau gut läuft und ich dort vielleicht sogar um einen vorderen Platz mit kämpfen kann.