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Rennbericht KWC Superfinale Leipzig 2010

Das Wochenende in Leipzig begann mit viel Regen…
Für mich stand fest, dass ich bei Regen nicht das letzte Rennen mit dem Auto fahren werde. Also ließ ich es wieder einmal ruhig angehen. Gegen Mittag ließ der Regen nach, sodass man endlich mal fahren konnte.
Leider hat sich das Auto zu Beginn nicht so Verhalten, wie erhofft und gedacht. Die Reifenkombination 35 Shore vorne und 37 Shore hinten funktionierte gar nicht. Ich hatte viel zu wenig Grip auf der Hinterachse. Ich versuchte also, der Vorderachse durch eine härtere Einstellung etwas Grip zu nehmen und der Hinterachse durch weichere Dämpfer etwas mehr Grip zu geben. Leider blieb der Versuch erfolglos. Nach einigen Versuchen konnte ich nur noch mit den Reifen experimentieren. Ich entschloss mich, im letzten Trainingslauf des Tages eine sehr ungewöhnliche Kombination zu versuchen.
Ich montierte vorne ganz normale Gummi-Räder aus dem Baukasten-Fahrzeug. Auf einmal verhielt sich das Auto, wie ich es wollte. Da dies im Rennen aber leider nicht erlaubt war, besorgte ich mir Vorderräder mit 42 Shore. Mit dieser Kombination fuhr ich am Samstag die Vorläufe und am Sonntag das Rennen.
Am Samstag schonte ich das Auto, da mir ein gelungener Vorlauf reichte, um ins Finale zu kommen. Die Startposition war mir eigentlich egal, aber nach dem Lauf, den ich eigentlich nur langsam und auf Sicherheit fuhr, Stand ich auf Startplatz 1. Nach dem 4. Vorlauf der anderen konnte ich mich über Startplatz 4 im Rennen freuen.
Auch am Sonntagmorgen fuhr ich keinen Meter. Den Motor testete ich nochmals kurz im Stand und beließ es dann dabei bis zum Rennstart.
Als es dann endlich los ging merkte ich schon eine große Anspannung. Die Vorbereitungszeit nutzte ich nicht voll aus, fuhr nur 2 Runden, und wartete auf den Start. Der Start klappte hervorragend. Von Position 4 aus ging es in der ersten Kurve auf den 2. Platz vor. Im Getümmel hatte ich dann leider einen kleinen Fehler drin und fiel wieder etwas zurück.
Nach einigen Runden hatte ich meinen Rhythmus gefunden und fuhr nur für mich alleine. Die Positionierungsansagen bekam ich zwar mit, aber sie ließen mich vollkommen kalt. Zwischenzeitlich lag ich auf Rang 3. Mein Mechaniker sollte mich nach 5 Minuten zum Tanken holen, jedoch kam von ihm kein Wort. Als das Auto nach 7,5 Minuten immer noch fuhr entschloss ich mich auf eigene Faust an die Box zu Fahren. Er Tankte nach und es ging weiter. Da ich im Rennen nicht all zu schnell fuhr und somit spritsparend unterwegs war, reichte der Tank immer 7,5 Minuten, somit war ich lediglich 3 Mal zum Tanken in der Box.
Die Kombination aus ruhigem, konstanten und Spritsparendem Fahre, sowie das Team aus Fahrer und Mechaniker brachte mir schlussendlich einen sicheren 4. Platz ein. Mehr war einfach an diesem Wochenende nicht drin und ich bin sehr Glücklich über das Ergebnis.
Auch das Rahmenprogramm war SUPER!
Am Freitagabend großes Buffet mit anschließender Preis Verlosung, Karaoke und einer Strip-Show war schon sehr Interessant. Auch das Fazer Elektro Fun Race am Samstagabend war unterhaltsam. Es wurde uns für das Startgeld eine Menge geboten.
Mal sehen, ob ich es in 2011 auch wieder schaffe, mich für das Superfinale zu Qualifizieren.
Wenn es nicht allzu weit weg ist, bin ich auf jeden Fall wieder dabei!

Rennbericht Kirchhain 2010

Das Kirchhain Wochenende begann für mich mit der nächtlichen Anreise von Freitag auf Samstag. Gegen 2 Uhr bin ich endlich an der Strecke eingetroffen, baute schnell meine Schlafgelegenheit, wie immer im Auto, und legte mich gleich hin, da eh niemand mehr wach war.
Am Samstagmorgen bin ich gleich von vielen begrüßt worden und somit konnte das eigentliche Rennwochenende auch für mich beginnen.
Schon bei den ersten paar Runden lief das Auto sehr gut und ich war rundum glücklich. Lediglich ein paar Einstellungsschwierigkeiten hatte ich mit dem Motor. Ich fand am Vormittag einfach nicht die richtige Einstellung, was aber, denke ich, auch etwas Wetterbedingt war.
Ebenfalls feierte mein neuer FW-06RR am Vormittag sein Roll-Out. Das war geil! Man gibt nur kurz Gas und es geht richtig vorwärts…
Am Nachmittag standen nun die Vorläufe an. Das Auto lag auch da Perfekt und so konnte ich in Ruhe meine Runden drehen. Wir hatten schon da viele faire 2-3 und sogar 4- Kämpfe, welche richtig viel Spaß machten.
Der Vorlauf hatte schon mehr Spannung, als so manches Rennen.
Am Ende nun das doch etwas Überraschende Ergebnis: 20 Runden und damit Platz 1 mit ganzen 0,015 Sekunden Vorsprung vor dem 2.
Den 2. Vorlauf bin ich gar nicht erst gefahren, um das Auto zu schonen.

So gut, wie der Samstag dann endete, so schlecht begann der Sonntag.
Regen war angesagt. Schon am Vormittag Regnete es, wodurch die Finalläufe etwas verschoben wurden. Die ersten 2 Gruppen (F1 und TW Start) hatten Glück und die Strecke war Trocken, bis auf die letzten 2 Minuten der TW Start.
Es kam das, was nicht kommen sollte – Regen kurz vor meinem Lauf.
Also schnell den Fazer fertig gemacht um wenigstens von dem 1. Startplatz ein paar Runden zu fahren. Beim Start ging das Auto leider aus, wodurch mir die freie Sicht nach vorne nicht gegönnt wurde. Mit knapp einer Runde Rückstand Startete ich nun aus der Box und merkte gleich, das der Motor nicht genügend Leistung hatte. Mehrere Boxenbesuche um den Motor magerer zu machen halfen nicht, sodass ich nach 10 Minuten das Rennen beendete, da sich auch die Bedingungen nicht wirklich verbesserten und ich auch nicht mit aller Kraft das Auto kaputt machen wollte. Am Ende freute ich mich doch noch etwas über den 5. Platz.
Im Trockenen wäre bestimmt etwas mehr drin gewesen.
Alles in allem war es ein schönes Wochenende mit Spannenden Rennen und einem gemütlichen Abend.
Vor allem aber ist es schön, dass sich die Schäden diesmal in Grenzen gehalten haben. Es ist nur bei meiner Start box ein Motor durchgebrannt. Alle meine Autos, sind unbeschadet aus dem Wochenende heraus gekommen.

Rennbericht Bernau 2010

Das Wochenende begann durchwachsen bis schlecht.

Der Trainingstag am Samstag war sehr verregnet und so konnte ich mit dem neuen Fazer gerademal 3 Tankfüllungen fahren. Bei der 3. Tankfüllung merkte ich, das sich das Auto komisch lenken ließ… Das Lenk-Servo funktionierte nicht mehr einwandfrei.
Da mein FW-06 Funkprobleme hatte, war der Test Tag beendet.

Als ich am Abend den Fazer auseinander genommen hatte stellte sich noch eine Kleinigkeit an der Lenkung heraus, was sich aber schnell beheben ließ.

Der Sonntag verlief dann zu Beginn recht gut. Das Auto machte genau das, was ich wollte und war auch schon recht schnell. Die Startnummer 13, welche ich bekommen hatte, konnte aber nichts Gutes heißen…
Nach den Vorläufen stand ich aber erfreulicherweise auf Startplatz 4 von 7, was mich dann schon recht positiv stimmte.

Zum Rennstart war ich so ruhig, wie noch nie zuvor. Ich ließ es ruhig angehen und fuhr Runde um Runde – wie ein Uhrwerk lief das Auto… einfach nur Perfekt.
Auch mein Mechaniker lieferte Perfekte Arbeit ab! Bis ungefähr Halbzeit des Rennens hatte ich das Auto noch geschont und fuhr nicht auf der letzten Rille.

Kurz nach meinem letzten geplanten Boxenstopp sagte mir mein Mechaniker, das es knapp werden könnte mit dem Sprit. Somit hatte ich die Qual der Wahl – entweder ein zusätzlicher Stopp oder Spritsparend fahren. Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns für einen kurzen Zusatz Stopp. Somit gingen wir auf Nummer sicher und ich konnte schön schnell weiterfahren.

Als mir mein Mechaniker 3 Minuten vor Schluss sagte, das ich sicher 2. bin hab ich mal etwas Gas gegeben um gegebenenfalls sogar noch den 1. ein zu holen. Das gelang mir zwar nicht, aber ich fuhr noch meine persönlich schnellste Runde.

Alles in allem war es mein bisher sauberstes Rennen und ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

Vielleicht ist es Zufall, aber 2009 hatte ich bei meinem 4. Rennen im RCCM-Cup Platz 2 geholt und dieses Jahr bei meinem 4. KWC Rennen auch Platz 2.

Rennbericht Mühlau 2010

Das Wochenende war trotz des Ausfalls im Rennen für mich ein Erfolg. Der Samstag verlief unerwartet gut. An die Strecke hatte ich mich relativ schnell gewöhnt und das Auto lief von Anfang an einwandfrei. Selbst die doch recht hohen Temperaturen stellten sich nicht so problematisch dar, wie befürchtet. Ich entschied mich dadurch, den Fazer zu schonen und lieber noch ein paar Runden mit dem FW zu fahren, um diesen nach den Reparaturen des letzten Rennens zu testen und zu überprüfen.
Gut vorbereitet konnte der Sonntag kommen.
Ich ging den ganzen Sonntag sehr ruhig an. Den 1. Vorlauf ließ ich aus. Ich wollte nur den 2. Vorlauf Fahren um meine Pflichtrunde zu haben um somit fertig für das finale zu sein. Durch einen Fahrfehler hatte ich da einen Einschlag in der Wand, wonach sich das Auto komisch anfühlte. Ich beschloss den Vorlauf ab zu brechen und das Auto zu überprüfen. Es waren keine offensichtlichen Schäden fest zu stellen.
Den 3. Vorlauf nutzte ich nochmals zum checken des Autos und zum herausfinden, wie lange ich mit einer Tankfüllung fahren kann. Das Auto lag wieder gewohnt gut sodass ich nach ca. 5 Minuten den Vorlauf beendete.
Das Rennen nahm ich vom 7. Platz in Angriff. Vor mir stand mein Teamkollege. In der Vorbereitungszeit merkte ich, wie von Runde zu Runde die Bremskraft abnahm. Da man in diesen 3 Minuten nichtmehr die zeit für große Reparaturen oder Fehlersuchen hat, beschloss ich weiter zu fahren und hoffte, das die Bremse das Rennen noch durch steht. In der Anfangsphase des Rennens blieb ich hinter meinem Kollegen und hielt auch einigen Abstand zu ihm. Nichts wäre schlimmer gewesen, als sich gegenseitig ab zu schießen.

Nach einigen Rennrunden war es dann soweit, das die Bremse vollständig versagte und ich keine Kurve mehr vernünftig anbremsen konnte. Trotz des 1-Gang Getriebes konnte ich auf der langen Geraden zwar mit den 2-Gang Fahrzeugen mithalten und diese sogar erfolgreich überholen. Jedoch musste ich immer sehr zeitig vom Gas und im Infield verlor ich Unmengen an Zeit. Nachdem ich dann das erste Mal in der Box zum Tanken war, fuhr ich direkt hinter meinem Kollegen wieder auf die Strecke zurück. Da ich im Normalfall durch den Bremsverlust keine Chance gehabt hätte, mich vor ihm zu halten blieb ich dicht hinter ihm. Als er einen Fahrfehler hatte und ins Gras kam, fuhr ich vorbei und konnte mich auch erstmal absetzen.

Bis zu diesem Zeitpunkt verlief das Rennen trotz kleiner Probleme nach Plan. Der nächste Boxenstopp stand an. In dem Moment, wo ich in die Box fuhr ging das Auto aus. Der Tank war komplett leer. Es wurde Nachgetankt und das Auto auf die Startbox gestellt. In dem Moment, wo der Motoren die ersten Anzeichen des Anspringens von sich gab, gab es einen dumpfen Knall und Bruchteile von Sekunden später sah ich vom Fahrerstand aus Flammen in der Tank nähe. Ich dachte sofort, dass der Motor oder der Lipo die Ursache des Feuers wären. Ich rannte sofort vom Fahrerstand herunter um beim löschen des Feuers zu helfen. Als ich unten ankam war das Feuer auf der Startbox aus. Das Auto Rauchte noch und es war kein Feuerlöscher da. Somit beschloss ich das Auto mit ein paar Händen voll Wasser zu löschen, die ich aus einem Regenwasserfass. Als die Flammen nun komplett gelöscht waren nahm ich das Auto sowie die Startbox  mit zum Fahrerlager um den ganzen Schaden zu eritteln.

Auf den ersten Blick war natürlich die Karosserie zu erkennen, welche teilweise geschmolzen und verformt war. Als ich das Auto später Zerlegte wurde noch einiges mehr sichtbar. Eine Reparatur der ganzen Schäden war nicht Wirtschaftlich, sodass ich mich entschloss ein neues Fahrzeug zu kaufen und den alten für Test und Anlernzwecke von interessierten Leuten, sowie als Ersatzteilspender zu nutzen. Für den Renneinsatz ist es nichtmehr zu gebrauchen, da das gesamte Chassis verzogen ist und sich somit das Auto weder ordentlich einstellen noch fahren lässt.
Nun kann ich hoffen, dass der dann neue Fazer in Bernau gut läuft und ich dort vielleicht sogar um einen vorderen Platz mit kämpfen kann.