Rennbericht Tüttendorf 2015

Erfahrung um jeden Preis?
Das 2. Rennen für mich in der breit Klasse mit dem NT1 sollte nach dem Debakel von Munster die Wiedergutmachung werden, doch wie es meistens ist kommt es immer anders.
Aber von vorn:
Nachdem ich bereits am Mittwoch an der Strecke eingetroffen bin ging das Training am Donnerstag Vormittag los. Die ersten Runden durfte wieder der Elektro absolvieren und ich konnte mich gleich wieder mit der Strecke anfreunden. Dazu kam, dass das Auto auf Anhieb gut funktionierte und mir doch etwas Sicherheit vermittelte. Gegen 11:00 Uhr ging ich dann das erste mal mit dem Verbrenner auf die Strecke und auch dieser war vom Setup her gut, jedoch noch nicht von Motor und Getriebe. Ein paar Einstellungen später und einem deutlich früher schaltendem 2. Gang war ich für den Anfang zufrieden.
Mit den Verbrenner vermittelte mir die Strecke jedoch deutlich weniger Gripp als mit dem Elektro, weshalb ich deutlich mehr den Elektro im Einsatz hatte.

Am Freitag waren dann endlich mehr Autos im Einsatz und der Gripp wurde schnell besser. Nun begann ich erstmals wirklich auf die Zeiten zu schauen und setzte mir einige Ziele. Am Nachmittag wurde von Tankfüllung zu Tankfüllung die Strecke und das Auto besser und die Zeiten sanken bis ich Regelmäßig mittlere 15er Runden fahren konnte und das recht konstant.
Am Abend ging es dann zum gemeinsamen Grillen und es wurde dann etwas früh.

Am Samstag verlief bis zu den Vorläufen bei mir alles ruhig. Ich fuhr nur wenig und schonte das Auto und mich. 🙂
Dann war es soweit, der erste Vorlauf begann und ich war etwas nervös. Die Vorbereitungszeit verlief noch ganz gut und auch der Start des Laufes war gut, bis dann in der 2. Runde mein Motor auf der Geraden abmagerte und der Motor drohte aus zu gehen. Ich konnte dies glücklicherweise verhindern, musste aber darauf in die Box um den Motor nachstellen zu lassen. Etwas Fetter und das Problem war weg. Der Vorlauf war für mich aber dennoch gelaufen…

Der 2. Vorlauf begann, wie der erste, gut und das Auto lag ausgezeichnet, bis dann erneut in der 2. Runde am Anfang der geraden der Motor abmagerte. Erneut musste ich an die Box und erneut hieß es nachstellen. Dabei haben wir die Temperatur gemessen, doch diese war mit unter 100°C eigentlich ok. Ich verstand die Welt nicht mehr, aber nach dem kurzen Besuch lief alles wieder bestens. Meine Zeiten waren Gut und ich konnte auch mit den anderen mitfahren. Es reichte aufgrund des „Zwischenfalles“ aber nur für den letzten Startplatz.
Für mich war das jedoch kein großes Problem, denn somit konnte ich es etwas ruhiger angehen.

Sonntag – Renntag
Am Vormittag fuhr ich einen letzten Test und stellte nach ein paar Runden fest, dass meine Kupplung anfing zu rutschen. Ich beschloss das kurz zu testen, wobei sich heraus stellte, dass der Spritschlauch gerissen war und somit meine Kupplung geflutet wurde.
Nach erfolgter Reparatur ging es nochmal kurz auf die Strecke und nach 2 Runden war alles wieder normal.
Dabei beließ ich es auch bis zum Finale und freute mich bereits auf den Start.
In der Vorbereitungszeit ließ ich es sehr ruhig angehen und konzentrierte mich darauf, Motor und Kupplung auf Temperatur zu bringen. Dies zahlte sich beim Start aus und ich kam perfekt vom Start weg. Nach der 2. Kurve war ich zu meinem Erstaunen bereits auf Platz 2 und konnte diesen auch halten. Im Verlauf des Rennens kämpfte ich eine ganze Weile um Platz 2, denn der 3. hing nur wenige Sekunden hinter mir. Ein fast fehlerfreies Rennen von allen machte das Feld sehr dicht und es war ein enormer Druck selber keinen Fehler zu machen. Zum Glück gelang mir das und ich festigte meinen 2. Platz und gab diesen nach den ersten 50 Runden Kampf nicht mehr her.
Gegen den späteren Sieger des Rennens war jedoch kein Kraut gewachsen und somit endete es für mich auf dem 2. Platz mit nur 3 Runden Rückstand auf Platz 1 und einer Runde Vorsprung auf Platz 3.

Das Ergebnis war zwar toll, aber noch viel besser war es nach dem Zieleinlauf auf dem Fahrerstand, als sich wirklich alle in den Armen lagen und glücklich waren. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Rennen.

Mein Mechaniker, Roman, hat einen wunderbaren Job gemacht und Klasse Boxenstopps gemacht, vielen Dank dafür! Ohne dich wäre es nicht möglich gewesen.

Alles in allem war es, wie immer, ein fantastisches Wiedersehen mit euch allen und ich kann das nächste kaum erwarten!

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