Archiv der Kategorie: Rennberichte

Rennbericht Tüttendorf 2015

Erfahrung um jeden Preis?
Das 2. Rennen für mich in der breit Klasse mit dem NT1 sollte nach dem Debakel von Munster die Wiedergutmachung werden, doch wie es meistens ist kommt es immer anders.
Aber von vorn:
Nachdem ich bereits am Mittwoch an der Strecke eingetroffen bin ging das Training am Donnerstag Vormittag los. Die ersten Runden durfte wieder der Elektro absolvieren und ich konnte mich gleich wieder mit der Strecke anfreunden. Dazu kam, dass das Auto auf Anhieb gut funktionierte und mir doch etwas Sicherheit vermittelte. Gegen 11:00 Uhr ging ich dann das erste mal mit dem Verbrenner auf die Strecke und auch dieser war vom Setup her gut, jedoch noch nicht von Motor und Getriebe. Ein paar Einstellungen später und einem deutlich früher schaltendem 2. Gang war ich für den Anfang zufrieden.
Mit den Verbrenner vermittelte mir die Strecke jedoch deutlich weniger Gripp als mit dem Elektro, weshalb ich deutlich mehr den Elektro im Einsatz hatte.

Am Freitag waren dann endlich mehr Autos im Einsatz und der Gripp wurde schnell besser. Nun begann ich erstmals wirklich auf die Zeiten zu schauen und setzte mir einige Ziele. Am Nachmittag wurde von Tankfüllung zu Tankfüllung die Strecke und das Auto besser und die Zeiten sanken bis ich Regelmäßig mittlere 15er Runden fahren konnte und das recht konstant.
Am Abend ging es dann zum gemeinsamen Grillen und es wurde dann etwas früh.

Am Samstag verlief bis zu den Vorläufen bei mir alles ruhig. Ich fuhr nur wenig und schonte das Auto und mich. 🙂
Dann war es soweit, der erste Vorlauf begann und ich war etwas nervös. Die Vorbereitungszeit verlief noch ganz gut und auch der Start des Laufes war gut, bis dann in der 2. Runde mein Motor auf der Geraden abmagerte und der Motor drohte aus zu gehen. Ich konnte dies glücklicherweise verhindern, musste aber darauf in die Box um den Motor nachstellen zu lassen. Etwas Fetter und das Problem war weg. Der Vorlauf war für mich aber dennoch gelaufen…

Der 2. Vorlauf begann, wie der erste, gut und das Auto lag ausgezeichnet, bis dann erneut in der 2. Runde am Anfang der geraden der Motor abmagerte. Erneut musste ich an die Box und erneut hieß es nachstellen. Dabei haben wir die Temperatur gemessen, doch diese war mit unter 100°C eigentlich ok. Ich verstand die Welt nicht mehr, aber nach dem kurzen Besuch lief alles wieder bestens. Meine Zeiten waren Gut und ich konnte auch mit den anderen mitfahren. Es reichte aufgrund des „Zwischenfalles“ aber nur für den letzten Startplatz.
Für mich war das jedoch kein großes Problem, denn somit konnte ich es etwas ruhiger angehen.

Sonntag – Renntag
Am Vormittag fuhr ich einen letzten Test und stellte nach ein paar Runden fest, dass meine Kupplung anfing zu rutschen. Ich beschloss das kurz zu testen, wobei sich heraus stellte, dass der Spritschlauch gerissen war und somit meine Kupplung geflutet wurde.
Nach erfolgter Reparatur ging es nochmal kurz auf die Strecke und nach 2 Runden war alles wieder normal.
Dabei beließ ich es auch bis zum Finale und freute mich bereits auf den Start.
In der Vorbereitungszeit ließ ich es sehr ruhig angehen und konzentrierte mich darauf, Motor und Kupplung auf Temperatur zu bringen. Dies zahlte sich beim Start aus und ich kam perfekt vom Start weg. Nach der 2. Kurve war ich zu meinem Erstaunen bereits auf Platz 2 und konnte diesen auch halten. Im Verlauf des Rennens kämpfte ich eine ganze Weile um Platz 2, denn der 3. hing nur wenige Sekunden hinter mir. Ein fast fehlerfreies Rennen von allen machte das Feld sehr dicht und es war ein enormer Druck selber keinen Fehler zu machen. Zum Glück gelang mir das und ich festigte meinen 2. Platz und gab diesen nach den ersten 50 Runden Kampf nicht mehr her.
Gegen den späteren Sieger des Rennens war jedoch kein Kraut gewachsen und somit endete es für mich auf dem 2. Platz mit nur 3 Runden Rückstand auf Platz 1 und einer Runde Vorsprung auf Platz 3.

Das Ergebnis war zwar toll, aber noch viel besser war es nach dem Zieleinlauf auf dem Fahrerstand, als sich wirklich alle in den Armen lagen und glücklich waren. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Rennen.

Mein Mechaniker, Roman, hat einen wunderbaren Job gemacht und Klasse Boxenstopps gemacht, vielen Dank dafür! Ohne dich wäre es nicht möglich gewesen.

Alles in allem war es, wie immer, ein fantastisches Wiedersehen mit euch allen und ich kann das nächste kaum erwarten!

Rennbericht Hildesheim 2014

Der Saisonabschluss, das Ende eine Ära und das wohlmöglich spaßigste Rennen meines Lebens!

Vorwort:
Hildesheim bedeutete für mich, 3 Tage Spaß mit allen Teilnehmern, denn für mich war alles entschieden was die Meisterschaft angeht. Jedoch waren die anderen Plätze noch nicht bezogen und es deutete alles auf ein spannendes Finale hin.

Freitag:
Tag der Anreise. Nach einer entspannten fahrt wurden erstmal alle ausgiebig begrüßt, bevor es ans auspacken ging. Die ersten Runden drehte ich mit dem Verbrenner.
Sofort merkte ich, dass eigentlich gar nichts passte. Ich hatte keinen Gripp und auch der Motor lief bescheiden. Letzteres Problem war mit wenigen Handgriffen behoben, aber die Haftung konnte ich einfach nicht finden. Mit fortschreitender Stunde und mehreren Fahrern kam dann aber langsam der Gripp und ich konnte auch einige fehlerfreie Runden am Stück fahren. Vor allem
die Minuten in denen 2 andere Fahrer aus meiner Klasse mit auf der Strecke waren, machten Spaß!

Auch mit dem Elektro lief es nicht ganz so rund, denn auch da hatte ich nur wenig Gripp zu Beginn.
Im Infield fand ich schnell meinen Rhythmus und kam da sehr gut durch. Dort funktionierte der Verbrenner einwandfrei.

Ich kann dennoch getrost sagen, dass ich an diesem Tag öfter im Gras lag, als die letzten 2 Jahre zusammen…
Samstag:
Erst Regen, dann Rennen.
Die Elektro Vorläufe am Mittag verliefen alle 3 suboptimal für mich. Es war irgend etwas zwischen Rutschen, aufsitzen, Haftung und Fliegen. Im ersten Lauf hatte ich mehrere Fahrfehler, die mich etwas aus dem Konzept brachten. Im Infield kam ich gut durch, aber alle schnellen Kurven schaffte ich nicht.
Im 2. Vorlauf kam ich etwas besser zurecht, bis ich mitten auf der Geraden abgehoben bin ich mich mit einem Rückwärtssalto verabschiedet habe. Danach ist mein Auto noch 2 mal leicht abgehoben, was ich aber abfangen konnte. Für den 3. Vorlauf habe ich mir von Andreas eine Karosserie geliehen, welche auch deutlich besser funktionierte. Jedoch hatte ich da einen kleinen Defekt am Auto in Form eines gebrochenen Stoßdämpfers. Dies konnte ich jedoch schnell beheben und weiter ging es. Leider war es min schlechtester Vorlauf, auch wenn ich mich da am wohlsten fühlte.

Beim Verbrenner war es noch etwas schwerer. Der erste Vorlauf war komplett nass, sodass ich nur eine Runde in sagenhaften 1:20 Minuten gefahren bin um qualifiziert zu sein. Der eigentliche 2. Vorlauf war ebenso nass, sodass ich diesen nicht fuhr, als plötzlich gesagt wurde, dass 30 Minuten Pause eingeschoben werden und dann der Vorlauf nochmal neu gestartet wird. Dies reichte zum groben abtrocknen der Strecke und ich fuhr diesen Lauf. Es war ein Tanz auf eiern, aber es machte viel Spaß und reichte dazu noch für Startplatz 1.

 

Sonntag:

Das selbe Spiel wie am Samstag, aber dieses mal schafften wir nur einen Lauf Elektro. Auch dieses mal hob mein Auto wieder auf der Geraden ab und ich verlor etwas das Vertrauen in das Auto. Für das 2. Final wollte ich etwas ändern aber dazu kam es leider nicht mehr, da der Regen schneller kam als der Lauf…

Bis zum Verbrenner Lauf trocknete die Bahn etwas ab und es war fahrbar. Wenige Minuten vor dem Start hatte ich sogar Andrea noch überredet ins Rennen ein zu steigen, als plötzlich nochmal ein kleiner schauer nieder ging. Ich kam ins grübeln: starten oder nicht? Später einsteigen und hinterher?
Eine Runde in der Vorbereitungszeit brachte die Erkenntnis: Starten aus der Box und dem Feld hinterher. Ich startete (als einziger?) auf Moosgummi Trockenreifen, die meisten anderen auf Regenreifen. Mir war klar, dass ich in den ersten 10-15 Minuten keine Chance haben würde also machte ich das Beste daraus. Nach ein paar Runden spielte ich in den Kurven etwas mit dem Gas und langsam kam ich ans Driften. Runde für Runde machte es mehr Spaß und ich konnte es oft sehr gut kontrollieren. Irgendwann hörte ich von unten das Lachen und teilweise auch Applaus. Hin und wieder konnte ich neben Autos mit Regenbereifung her driften und diese so auch so zum Teil überholen. Besonders gut hat das bei unserer guten Vanessa in der Zielkurve funktioniert.
Es machte so viel Spaß, dass mir die Platzierung eigentlich vollkommen egal war. Nach ca. 20 Minuten fingen dann die meisten an zu jammern, dass die Reifen nachlassen und meine begannen langsam zu funktionieren.
Ohne den Schauer zu Beginn hätte ich vielleicht eine Chance gehabt auf ein Podest, aber so blieb mir „nur“ Platz 4, der für mich aber wie ein Sieg ist. Ich hoffe, den Zuschauern eine gute Show geboten zu haben und zum ersten mal bereue ich es wirklich, dass keine Kamera an der Strecke war…

An diesen 3 Tagen fiel für mich auch die Entscheidung im nächsten Jahr die Klasse zu wechseln. Ich werde in die Lola breit gehen und dort mein Glück mit einem Xray NT1 versuchen.

 

So oder so, bleibt mir nur zu sagen, dass es eine Wundervolle Saison mit euch allen war und ich freue mich auf den Winterstammtisch in Wernigerode, bei dem ich hoffentlich viele wieder sehe!

Rennbericht Kirchhain 2014

Veni, vidi. Das Wochenende in Kirchhain, das 3. Rennen der Saison, bedeutete für mich nur ein was: Vorfreude auf Spaß!

Endlich wieder ein schönes Wochenende mit der ganzen Truppe und dazu noch ganz gutes Wetter.
Angekommen mit einem gut vorbereiteten Auto, einem frischen Motor und viel Elan ging es ans Werk und von Anfang an war das Auto ok. Etwas die Kupplung und das Getriebe einstellen war von Nöten, aber dann ging es rund. Der Verbrenner machte keine nennenswerten Probleme und auch der Elektro lag, erwartungsgemäß, gut.

Am Samstag standen die Vorläufe auf dem Programm und ich nutzte den ersten Vorlauf gleich aus um mir eine möglichst gute Ausgangsposition für das Rennen zu erfahren. Gekrönt wurde das durch Startplatz 1 nach dem ersten Vorlauf. Im 2. Vorlauf machte ich einen Fehler und brach den Lauf danach ab.

Dennoch reichte es im gesamten für den 1. Startplatz.

Beim Elektro lief es nicht ganz so gut. In jedem Vorlauf hatte ich Fehler und Probleme, da ich die Steilkurve am Ende der geraden nie wirklich gut getroffen habe.

Am Abend nach getaner Arbeit gab es lecker Essen von Anna. Zum Glück habe ich das nicht verpasst! 🙂

Der Sonntag begann gleich mit dem ersten Finale Elektro und wieder traf ich zu Beginn die Steilkurve nicht. Das kostete mich sehr viel Zeit und der Lauf war somit schon fast weggeworfen. Der 2. Lauf Elektro das selbe Spiel, aber dieses mal hatten wir keine Streckenposten. Nicht einmal einer hat sich verpflichtet gefühlt 7 Minuten seiner wertvollen Lebenszeit zu opfern. Erst nachdem Rico mal gerufen hatte kamen ein paar Leute. Dadurch war für mich auch der 2. Lauf gelaufen und ich wäre sauer gewesen, wenn es mich interessiert hätte…
Der 3. Lauf war dann zu guter letzt auch kein Meisterstück von mir und es reichte gerade noch für den 4. Platz. Mein bis dahin schlechtestes Ergebnis.

Beim Verbrenner hingegen lief es perfekt. Das Auto machte nicht den Ansatz von Problemen und so zog ich Runde um Runde. Am Ende standen 102 Runden auf der Tafel und der 3. Sieg im 3. Rennen. Ich gebe zu… Langsam wird es unheimlich.

 

Alles in Allem war es ein wunderschönes Wochenende und ich hatte wieder viel Spaß. Schon jetzt freue ich mich auf das Finale in Hildesheim.

Rennbericht RCCM Cup Munster 2014

Rennbericht Munster 2014

 

Für das 2. Rennen der RCCM Saison standen die Zeichen bei mir im voraus auf Bastelstunde, denn ich hatte es nicht geschafft meine Autos zu warten. So, wich ich sie zum letzten Rennen eingepackt hatte, erweckte ich sie in Munster wieder zum Leben. Natürlich hatte ich nicht einmal die Akkus geladen.

Am Freitag nutzte ich den Vormittag zum Testen, denn da waren die Außentemperaturen noch einigermaßen erträglich. Der Verbrenner war natürlich nicht sonderlich gut eingestellt und ich nahm auch nur kleine Änderungen vor um das mäßige Fahrverhalten wenigstens in ein stabiles Verhalten zu ändern. Alternativ hätte ich das Fahrwerk komplett umbauen müssen, aber dazu hatte ich irgendwie keine richtige Lust.
Dagegen gab es aber auch den positiven Nebeneffekt: Der Elektro machte eine recht gute Figur und an ihm musste ich nichts ändern.

Am Nachmittag, bei guten 35°C machte ich nochmals ein paar Testrunden mit dem Verbrenner und versuchte noch ein paar Kleinigkeiten und schon begannen die Probleme. Die nun endlich geänderte Übersetzung änderte auch etwas das Schaltverhalten, wodurch ich eine ganze Zeit mit dem Nachjustieren beschäftigt war.
Irgendwann war das auch geklärt und ich war mit dem Auto soweit zufrieden.

Gemeinsam ließen wir dann den Tag ausklingen und gönnten uns ein kleines Fußballspiel im Fernsehen und das ein oder andere Bier.

 

Der Samstag morgen war angebrochen…

Schon am Vormittag war es heiß und ich hatte akute Unlust. Mir war es einfach schon zu warm. Dennoch spulte ich mein Tagesprogramm Planmäßig ab und beide Autos liefen recht gut. So, wie mehr Gripp auf die Strecke kam, wurde der Verbrenner besser und angenehmer zu fahren.

Zu den Vorläufen am Nachmittag war mit über 36°C die heiße Phase angebrochen. Der Elektro machte sich ganz gut und ich konnte im Q1 auf den 3. Platz fahren. Q2 war mit einem 2. Platz sehr zufrieden stellend und somit schob ich mich auch in der Startaufstellung auf den 2. Platz vor.

Beim Verbrenner liefen die ersten Runden auch sehr rund und ich hatte keine Probleme, bis in Runde 10 oder 11 am Ende der geraden etwas Chaos war und ich da langsam machen musste. Als ich wieder Beschleunigen wollte ging mein Motor aus und das Auto rollte aus. Zuerst dachte ich an einen leeren Tank, aber das war nicht der Fall. Mein Mechaniker versuchte es in der Box zu starten, aber als das Auto nicht ansprang ahnte ich, dass die Glühkerze defekt war. Das war dann auch der Fall.
Im Fahrerlager kurz die Kerze getauscht und angelassen, jedoch klang der Motor nicht gesund, weshalb ich ihn sofort stoppte.
Nach dem öffnen des Motors sah ich das Drama: Lagerschaden! Die mangelnde Wartung vor dem Rennen forderte nun seinen Tribut und ich musste einen gebrauchten, nicht eingestellten Motor einbauen und noch schnellst möglich zum funktionieren bekommen. Aufgrund des aufziehenden Regenwetters kam ich an diesem Tag aber nicht mehr dazu, also blieb mir nur der Sonntag früh.

Das erste mal, dass ich an diesem Wochenende gleich zu Beginn auf die Strecke ging und das war auch bitter nötig. Ich brachte den Motor langsam auf Drehzahl und stellte ihn Schritt für Schritt auf eine Grundleistung ein, bei der ich dann auch blieb.
Das war zwar nicht optimal, aber mir ging es in dem Moment nur noch um eine Zielankunft.

Das Finale kam und ich hätte von Platz 4 ins Rennen gehen müssen. Das tat ich aber aus 2 Gründen nicht:
– Ich wusste nicht, ob der Leerlauf des Motors die Standzeit in der Startaufstellung mit macht.
– Ich wusste nicht, wie ich vom Fleck komme, da ich eine andere Kupplung eingesetzt habe.

Somit startete ich aus der Box dem Feld hinterher. Die ersten Runden liefen gut und ich habe nicht so viel Zeit eingebüßt wie befürchtet, dennoch kam ich nicht ganz nach vorne sondern hing irgendwo auf Platz 3 fest, wenn ich die Ansagen richtig verstanden habe. Immer wenn freie Bahn war versuchte ich zu Pushen und fuhr auch mehrere schnellste Runden hinter einander. Nach ca. 12 oder 15 Minuten lagen die ersten 3 Fahrer innerhalb von nur wenigen Sekunden und so, wie wir alle zur Box kamen wechselten auch die Positionen. Auch wenn es hart war hatte ich sehr viel Spaß am Fahren. Alle Überhol- und Überrundungsmanöver verliefen gut und Fair und so konnte ich irgendwann die Führung übernehmen, aber immer nur mit wenigen Sekunden Differenz zu Platz 2.
Durch glückliche Umstände vergrößerte sich der Vorsprung immer weiter, bis ich zu Rennende genau eine Runde Vorsprung hatte.
In Anbetracht des Motorwechsels am Samstag, des mäßig funktionierenden 2-Ganges im Rennen und der nicht so guten Lage des Autos bin ich überaus zufrieden mit dem Ergebnis. Es war eines der härtesten Rennen, die ich bislang zu bestreiten hatte. Danke André, für deinen Job als Mechaniker!

Besser dagegen lief es auch dieses mal beim Elektro, denn alle 3 Finals beendete ich souverän auf dem 2. Platz. Der S411 machte alles in allem wieder eine sehr gute Figur und lies sich schön um die Strecke prügeln.

 

Alles in allem war es ein sehr schönes Wochenende mit viel Spaß und einer Menge Hitze.
Danke an alle, die da waren und auch an den Verein (vor allem Sasha) für die Zeitnahme.

Wie immer freue ich mich schon jetzt wieder auf das nächste Rennen und hoffe, dass dann meine Autos besser in Schuss sind und ich nicht so viel schrauben muss.

Rennbericht Tüttendorf 2014

Abartig geiles Wochenende mit verdammt viel Spaß.

Für mich ist Tüttendorf etwas besonderes – die weiteste Anreise der Saison und die mit Abstand schönste Anlage gesamt.
Für mich begann es am Donnerstag mit einer ca. 8 Stunden dauernden Anreise dank einem Stau nahe Berlin. Abgesehen davon kam ich gut durch und war gegen 16 Uhr an der Strecke. Es war schön, endlich wieder an einer Rennstrecke zu sein und die Leute wieder zu treffen. Nach einer ausgiebigen Begrüßung wurde schnell der Schlafplatz vorbereitet und dann ging es schon los… mit dem „fachsimpeln“ und dem Spaß. Es waren auch einige Leute vom Verein da und diese machten dabei auch kräftig mit. Je später die Stunde, je spaßiger wurde es.
Irgendwann mitten in der Nacht kam einem vom Verein die Idee mit meiner beleuchteten Elo-Karo ein paar Runden zu drehen. Der Fahrer schaffte es kaum auf dem Fahrerstand (das ein oder andere Alkoholhaltige Getränk war bereits gelehrt), aber er drehte dafür um so präziser Runde für Runde in vollständiger Dunkelheit.

Beeindruckend!

Am Freitag begann dann auch gegen Mittag das testen für mich. Die ersten Runden fuhr ich mit dem Serpent S411 und der Spaß war von der ersten Runde an voll da. Das Auto lag auf Anhieb gut und ich fand mich schnell wieder in die Strecke ein. Später stand der erste Einsatz für den V-One an und auch dieser lag gut. Eine kleine Änderung am hinteren Stabilisator brachte den Erfolg und ich war mehr als zufrieden. Auch das Getriebe funktionierte sofort perfekt.

Am Nachmittag war die Zeitnahme für mich interessant, denn ich ging auf die Jagt nach der schnellsten Runde. Ich war immer im Bereich von 15,3 – 15,9 Sekunden pro Runde was ich jedoch nicht Konstant schaffte. Mein Ziel war dennoch erreicht.

Der Samstag konnte kommen und an ihm lief alles Rund. Beide Autos machten erneut keine Probleme und auch die Vorläufe am Nachmittag liefen gut. In der TW 2.5 sicherte ich mir Startplatz 1 und mit dem Elektro Startplatz 3.
Vor allem die Elektro Klasse machte mir Spaß, denn man konnte sich vernünftig unterhalten und allen voran Rene tat dies. Teilweise etwas zu sehr, denn ich hatte Zeitweise Tränen in den Augen vor Lachen und musste einmal sogar anhalten um sie mir aus den Augen zu wischen.
So kann man die Gegner auch ausschalten!

Am Abend ging es dann zum Essen in ein Restaurant. Große Portion zum vernünftigen Preis. Top!

Sonntag, Renntag!
Das Wetter spielte mit und einem tollen Tag stand nichts im Wege. Das erste Finalstück der Elektros stand an und ich konnte mich durchsetzen und schob mich auf Platz 2. Für mich etwas Überraschend.
Auch Finalteil 2 und 3 beendete ich jeweils auf Platz 2. Kein schlechter Einstand für die neue Klasse.
In der TW2.5 hatte ich einen perfekten Start und konnte mich sofort vom Feld absetzen. Ich konnte es mir erlauben beim Überrunden mehr Zeit zu investieren und kein Risiko eingehen zu müssen. Ich kam gut durch und das Auto wurde immer besser. Das führte dazu, dass ich , wie im Jahr zuvor, in der vorletzten Runde die schnellste Rundenzeit fuhr.
Ich gewann das Rennen mit einigen Runden Vorsprung. Ich gehe jedoch nicht davon aus, dass ich den Rest der Saison so überlegen sein werde. Es war dennoch ein sehr guter Start in das Jahr.

Zum Schluss die Danksagung an alle Teilnehmer, an André, meinem Mechaniker, an die Organisatoren des Wochenendes und an den Verein.

Es war klasse und macht Lust auf mehr!

Testbericht KWC Munzig 2014

Dieses mal wird es kein Rennbericht im klassischen Sinn, sondern viel mehr ein Testbericht. Für mich war es im ersten Rennen des Jahres hauptsächlich ein Funktionstestest des neuen Autos. Ich wollte in einer Rennsituation das Auto auf dessen Zuverlässigkeit testen und Probleme daran feststellen.

Aber nun das ganze chronologisch:

Nach einer kurzen Nacht ging es in das ca. 75Km entfernte Munzig. Nach einer kurzen Begrüßung und einem ersten Blick über die Strecke und deren Zustand begann schon die Fahrerbesprechung. Direkt im Anschluss starteten die ersten Vorläufe.
Meine erste Runde nutzte ich zum Prüfen der Funktionen sowie zum einstellen der Lenkung, bevor ich dann nach einer kurzen Eingewöhnung versuchte das Auto auf Geschwindigkeit zu bekommen. Das gelang mir zunächst nicht. Nach wenigen Runden bemerkte ich ein Problem am Auto. Die Bremse funktionierte nicht wie gewünscht und oftmals brach mir beim Anbremsen das Heck aus. Dafür war dann am Kurvenausgang kaum eine Beschleunigung zu spüren, trotz einem deutlichem hochdrehen des Motors.
Zum Schutz des Motors brach ich daraufhin den Vorlauf ab und wollte dem Problem auf den Grund gehen.

Schuld war in diesem Fall glücklicherweise nur eine verlorene Madenschraube.

Für den 2. Vorlauf änderte ich nochmals ein paar Kleinigkeiten am Fahrwerk um ein etwas ruhigeres Fahrverhalten zu erreichen, doch dazu kam es nicht. Beim Start wollte meine Startbox nicht mehr – Die Akkus waren leer. Ich war mir aber sicher, dass ich diese geladen hatte.

Kein Problem, beide Akkus etwas Angeladen und schon konnte der 3. Vorlauf kommen.

In diesem fühlte ich mich zu Beginn recht wohl, obwohl ich schnell merkte, dass mein Auto nicht in den 2. Gang schaltete. Dennoch fuhr ich den Lauf zu Ende und war mit dem allgemeinen Verhalten des Autos zufrieden. Ein kurzer Check ergab jedoch auch dieses mal eine verlorene Madenschraube.

Auch dieses kleine Problem war schnell behoben und das Halbfinale konnte kommen.

Das Halbfinale lief akzeptabel. Von der Geschwindigkeit her konnte ich nicht mit den anderen mithalten, aber das war auch nicht mein Ziel. Ich spürte auch in diesem Lauf keine Schaltvorgänge, jedoch war ich von der Top-Speed gut dabei. Daher schaltete er wohl viel zu früh. Bis auf die gefühlten 100 Überrundungen, die ich über mich ergehen ließ, war ich zufrieden. Das Auto lief endlich und spulte Runde um Runde ab. Nach ca. 10 Minuten verlor ich in einer schnellen Kurve plötzlich das Auto und der Motor war aus. Der Streckenposten signalisierte mir den Feierabend – Motorschaden?

Ich konnte mir das nicht so ganz vorstellen und der Motor ließ sich auch noch drehen. Sicherheitsalber öffnete ich dennoch den Motor aber konnte keinen Schaden feststellen. Leider verlor ich dabei so viel Zeit, dass ich nicht mehr weiter fahren konnte.

Am Ende bleibt mir Platz 12 von 13, viele Erkenntnisse zum neuen Auto, erstaunlich wenige Probleme und eine große Vorfreude auf die kommenden Rennen.

Rennbericht Munster II 2013

Das Saisonfinale! Es ist da! Besser gesagt es war da und das viel zu schnell.
Am 20.-22. September fand das letzte Rennen der Saison wieder in Munster statt. Nach einer bis dahin sehr erfolgreichen Saison mit 2 Siegen und 2 zweiten Plätzen ging es nun um die Wurst, denn das Spannende Finale sollte die Entscheidung in der Meisterschaft bringen. Nur 2 Fahrer hatten noch die Chance diese zu gewinnen und einer davon war ich. Aber wie dem auch sei – nun der Reihe nach:
Wie in den letzten Rennen auch konnte ich bereits am Donnerstag anreisen und das schien bis dato auch gut gewesen zu sein, denn das Wetter war bei meiner Ankunft perfekt. Leider änderte sich dies bereits wenige Stunden später und es fing an zu Regnen. Es waren zwar immer nur kurze Schauer, aber es nervte schon, denn es zog sich bis zum Freitag. Immer, wenn die Strecke gerade etwas trockener wurde kam der nächste Schauer, was ein fahren fast unmöglich machte. Somit war mein Plan am Freitag schon einmal nicht aufgegangen und ich konnte mein Setup nicht fertigstellen.
Erst am Samstag kam ich zum fahren und musste auch nur geringfügige Änderungen am Auto vornehmen. Ich lag also bei der Vorbereitung einmal mehr recht gut. Auch meine Reifenwahl fühlte sich ganz gut an, aber ich hatte leichte Bedenken, das diese für das Rennen zu weich sein könnten und nach einigen Minuten nachlassen würden, doch je länger ich damit fuhr, je besser wurden sie, also blieb ich bei diesen.
Am Nachmittag ging es an die Vorläufe und ich kam im ersten ganz gut durch. Dennoch reichte es da nur für den 2. Platz mit 2,3 Sekunden Rückstand und meiner schnellsten Runde in der letzten Runde.
Auch das bekräftigte mich darin, diese Reifen weiter zu fahren.
Den 2. Vorlauf fuhr ich nicht, was zur Folge hatte, das ich auf Platz 3 zurück fiel, doch das ist bei einem langen Rennen nicht so entscheidend.
Am Sonntag Mittag ging es langsam in die heiße Phase und das Rennen stand an. Ich hatte einen guten Start bis nach der ersten Kurve. Dort rutschte ich etwas zu weit raus und landete im Gras. Als Folge fiel ich an das Ende des Feldes zurück und verlor etwas Zeit. Bis zum ersten Boxenstopp holte ich gut auf und schob mich auf Platz 2. Es wurde Spannend zwischen Platz 1 und 2, denn wir waren mit Abstand die schnellsten. Ich hörte ein paar mal, wie dem erstplatzierten mehrfach der Abstand angesagt wurde und der wurde geringer.
Doch leider änderte sich dies nach 12-13 Minuten Fahrzeit, als ich fühlte, wie mein Auto anfing zu rutschen. Ich dachte anfangs, ich hätte zu sehr angegriffen und es wären nur die Reifen, die gerade einbrechen, aber auch nach einigen langsameren Runden änderte sich nichts. Ich fühlte auch langsam auf der Haut, wie ganz leichter Nieselregen einsetzte und begriff, das daher meine Probleme kamen. Ich freundete mich damit an und nahm etwas Geschwindigkeit heraus und fuhr ab da auf Sicherheit.
Nach meinem letzten Boxenstopp hatte ich daher nun schon 5 Runden Rückstand auf Platz 1 und dort konnte eigentlich nichts mehr passieren. Die Plätze waren überall bezogen, doch es wurde für mich persönlich nochmals etwas spannender, denn mein Auto lenkte immer schlechter in die Kurven ein. Ich musste es regelrecht in die Kurve zwingen und war froh als dann endlich das Rennen vorbei war.
Direkt nach der Zieldurchfahrt stellte ich mein Auto ab, denn ich wollte es mir nicht nehmen lassen dem Rennsieger und neuem Meister in der Klasse als erster zu gratulieren. Es folgten dann noch die anderen Fahrer. Es war eines der schönsten Rennen des Jahres und es machte alles in allem viel Spaß.
Die Siegerehrung war dann auch für mich etwas besonderes, denn es war das 8. Rennen in Folge bei dem ich auf dem Treppchen stand. Zum Abschluss der Saison gab es nun noch die Jahreswertung, welche standesgemäß mit einer Sektdusche für die ersten 3 endete. Es war grausam, aber dennoch schön. Wie auch schon im Vorjahr lies ich es einfach über mich ergehen und freute mich einfach, das ich es wieder unter die Top 3 geschafft hatte.

Zum Abschluss bleibt mir nur die obligatorische Dankesrede:
– Dirk und Sebastian, meine beiden Mechaniker in diesem Jahr
– den Fahrern der TW2.5 für die wunderschönen Rennen
–  allen Fahrern für die schönen und unterhaltsamen Stunden
– dem Orga-Team für die Veranstaltung und Organisation der Rennen
– den Vereinen bei denen wir fahren durften
Ich hoffe nichts vergessen zu haben, außer einem:
Schon jetzt freue ich mich auf 2014 und hoffe euch alle da wieder zu sehen!

Rennbericht Kirchhain 2013

Um es mit den Worten von Rene zu sagen: „88 Grad und es wird noch heißer…“.
Dem kann ich mich nur anschließen, denn es war eins der wärmsten Rennen, die wir im RCCM Cup bislang hatten.
Am Donnerstag bei angenehmen 30°C war die Anreise noch recht entspannt und ich kam gegen Mittag an der Strecke im schönen Hessen an.
Nach der langen Begrüßung ging es an die Arbeit: Pause.
Ich fuhr an dem Tag nur ein paar Runden mit meinem Elektro und konzentrierte mich somit auf den Spaß.
Für den Verbrenner hatte ich keine Lust mehr.
Am Freitag wollte ich dann endlich mal meinen RRR starten, wobei ich mich dieses mal etwas zurück halten musste, da ich kaum noch Sprit dabei hatte.
Ich fuhr am Vormittag nur 2 Tankfüllungen, also ca. 10-12 Minuten, bei denen ich es schon ganz gut hinbekommen hatte mein Setup an zu passen.
Ab ca. 11 Uhr war an fahren für mich nicht mehr zu denken. Mit über 37°C war es mir einfach nur zu warm und ich blieb größtenteils im Schatten des Fahrerlagers.
Die Zeit nutzte ich um den 5,5 Turn Motor in den Elektro ein zu bauen. Dank einem anderen Zahnrad von Rico hatte ich nun die richtige Übersetzung.
Über den Tag verteilt starteten wir dann mit bis zu 4 Elektros und hatten damit eine Menge Spaß. Die kleinen Flitzer gingen richtig gut und konnten auch mit den 2.11er Verbrennern zum Teil mithalten.
Den Samstag Vormittag nutzte ich um die letzten Kleinigkeiten  am RRR zu testen und war nun auch soweit zufrieden und für den Vorlauf bereit.
Im ersten Vorlauf hatte ich einen kleinen Fehler mit einer großen Auswirkung. Mein Spritschlauch löste sich und mein Auto ging aus. Im 2. Vorlauf konnte ich aber dann endlich durchfahren und sicherte mir somit Startplatz 1 im Finale.
Der Sonntag konnte kommen und er kam dann auch nach einer kurzen Nacht.  Zum Glück wurde es genau zu den Finalläufen etwas kühler und so ging ich mit Vorfreude in das Rennen.
Ich traf den perfekten Start und konnte mich schnell absetzen.
Bereits nach wenigen Runden begannen die Überrundungen und das Auto wurde von Runde zu Runde besser.
Nach ein paar Minuten klebte das Auto förmlich auf der Strecke und ich fuhr die Steilkurve immer schneller, als gerade in der Runde, wo ich da mit Vollgas durchfahren wollte ein Auto da lag.
Ich habe dieses nicht gesehen. Ich sah nur auf einmal 2 Autos fliegen und rechnete mit dem schlimmsten.
Erstaunlicherweise stand mein Auto noch auf seinen Rädern und der Motor war auch noch an sodass ich weiterfahren konnte. Ich merkte aber, das irgendwas nicht mehr zu 100% in Ordnung war und so konnte ich nicht mehr ganz so schnell fahren.
Ab und an rutschte ich mal leicht neben die Strecke, aber das konnte ich bis auf einmal immer gut abfangen.
Bei diesem einen größeren Fehler sammelte ich leider etwas Unkraut auf, weswegen ich einen kurzen Reinigungsstopp einlegen musste. Daraufhin ließ ich es nochmals etwas ruhiger angehen und wollte nur noch fertig fahren. Dad gelang mir aber ein weiteres mal nicht. Beim überrunden stieß ich erneut auf ein stehendes oder extrem langsames Fahrzeug, dem ich nicht ausweichen konnte und auch dieses traf ich leider. Dieses mal aber ohne Folgen für beide und ich konnte den Sieg mit 6 Runden Vorsprung heimfahren.
Trotz der Hitze war es ein sehr schönes Wochenende und ich hoffe, das das nächste Rennen mindestens genau so schön wird.