Rennbericht Braunschweig II 2012

Ein schöner Saison Abschluss sollte es werden, als das
letzte Rennen des RCCM Cups 2012 begann, doch es kam alles anders…

Es begann alles mit dem Aufbau der Zelte und Tische für das
Fahrerlager. Da alle mit anpackten war dies schnell erledigt, sodass gegen 16
Uhr der erste Test des Autos erfolgen konnte. Auf der Agende bei mir stand das
einstellen der Centax Kupplung, sowie das verfeinern des Setups. Nach einigen
kleinen Anpassungen passte alles sehr gut und ich war zufrieden.

Der Tag wurde gemütlich zusammen im Fahrerlager verbracht und den Autos der
letzte Schliff gegeben.

Nach einer kurzen Nachtpause begann der stressige Samstag. Nach
dem Frühstück ging es für mich auch schon zum ersten mal auf die Strecke, denn
der obligatorische morgentest gehört bei mir einfach dazu. Ich war erstaunt,
das zur frühen Morgenstunde die Strecke schon so viel Gripp bot. Gegen 11 Uhr
hatte ich dann den ersten Vorlauf. Dieser war eine reine Katastrophe!

Aus bislang unbekannten Gründen hatte ich plötzlich Funkstörungen. Erst dachte
ich, das es einmalig war und fuhr weiter, doch nach weiteren kleineren und
einem großen Aussetzer brach ich den Lauf ab, um mein Auto zu schonen. Etwas ratlos
und gefrustet begab ich mich zurück ins Fahrerlager um den Fehler zu suchen,
doch es war alles, wie immer. Einzige Vermutung war, das der Akku doch schon zu
schwach war. Dieser wurde geladen und das Problem trat nicht wieder auf.

Am Nachmittag startete dann das erste Rahmenrennen – der Staffellauf. Natürlich war ich mit am
Start, aber leider konnten wir nur den 4. Platz erreichen. Aufgrund des Spaßes
wurde die Platzierung jedoch vollkommen zur Nebensache.

Gegen 18 Uhr gab es dann ein lecke Spanferkel mit Sauerkraut, Bratkartoffeln
und Bier. Ein paar Teller und Bier später, so gegen 21 Uhr, sollte das
Nachtrennen starten. Auch das ließ ich mir nicht nehmen und startete da einfach
nur aus Spaß. Aus dem Startgetümmel hielt ich mich raus und konnte erstaunlich
gut recht saubere Runden fahren. Nach 20 Minuten war ich unter den Top 3. Das
Auto lief wie ein Uhrwerk und ich machte kaum Fehler. Am Ende dann die Überraschung
– Platz 1! Unverhofft das Rennen gewonnen und das Auto ganz gelassen. Zum
Abschluss des Tages ging es wieder ins Fahrerlager um den Tag gemütlich
ausklingen zu lassen.

Eine kurze Nacht später startete der eigentliche Renntag. Der 2. Vorlauf stand an und diesmal konnte ich
gut durch fahren. Das Resultat war Startplatz 2. Zum Rennstart musste ich dann
unbedingt die Kupplung zum arbeiten bekommen, um einen guten Start hinlegen zu
können. Das gelang mir recht gut und der Start verlief gut. Am Ende der geraden
wurde ich leider von einem anderen Auto berührt und drehte mich. Somit lag ich
am Ende des Feldes.

Bei meiner Aufholjagt machte ich leider einen groben Fahrfehler, welcher einen
Aufhängungsschaden nach sich zog. Meine 2 Mechaniker konnten diesen jedoch in
Windeseile Reparieren und ich konnte weiter fahren. Nun hieß es, das Auto sanft
und vorsichtig über die Zeit zu bringen. Es lag nicht mehr optimal und war auch
deutlich unruhiger. Dennoch konnte ich mich wieder Stück für Stück nach vorne
arbeiten und profitierte dabei auch von den Problemen der anderen.

Nach ca. 22 Minuten Laufzeit wollte ich eine Kurve anbremsen, als plötzlich an
mir ein Rad vorbei rollte. Ich merkte sofort, das es mein Rad war. Das erste
mal, das ich bei einem RCCM Rennen ein Rad verloren habe. Ich stand da oben auf
dem Fahrerstand und konnte es einfach nicht glauben…

Doch auch das wurde durch mein Top Team super schnell behoben und ich konnte
wieder ins Rennen eingreifen. Meine Platzierung kannte ich nicht, aber gut
konnte sie nicht sein. Zwischenzeitlich fuhren dann aber nur noch 2 von
gestarteten 10 Autos, was mir wiederum half etwas Boden gut zu machen. Ich
beendete ruhig das Rennen und erfuhr erst dann, das ich es doch noch auf Platz
2 geschafft hatte.

Das bedeutete, das ich nicht nur zum 3. mal bei meinem 3. RCCM Endlauf den 2.
Platz belegt habe, sondern auch, das ich die Meisterschaft für mich entscheiden
konnte.

Ein sehr großer Wunsch und Traum ist in Erfüllung gegangen!

Den Moment werde ich so schnell nicht vergessen. Vor allem, wie der Sekt meinen
Rücken herunter gelaufen ist… grausam,
aber schön.

Schade, das die Saison nun schon zu Ende ist, aber ich werde
2013 alles versuchen, den Titel zu verteidigen. Ob das gelingt? Wir werden
sehen.

Zu guter letzt die Dankesrede:

Der größte Dank geht an Dirk. Danke für die ganzen Jahre der
Unterstützung, den Tipps, den ganzen Spaß, dem morgendlichen Cappuccino… Ich
hoffe, das sich unsere Zusammenarbeit nächstes Jahr fortsetzt.

Danke an alle Starter der TW2.5, für die faire Saison und die schönen Momente
auf der Strecke.

Danke an Maik, meinem Mechaniker in Braunschweig 1 und Cheffe für die
Unterstützung in Braunschweig 2. Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen.

Danke an Mum für die tolle Verpflegung.

Danke an das Orga Team. Ihr habt eine schöne Saison auf die Beine gestellt. Ich
hoffe, das wird noch viele Jahre so weiter gehen.

Danke an Quasi, der mit den Event Rennen und dem Schwein für viel Spaß bei
allen Teilnehmern sorgte.