Rennbericht Halle 2013

Für mich bedeutete Halle so etwas wie ein „Heimrennen“, da es nur ca. 150 Km entfernt war.
Am Donnerstag Abend, während meiner anreise, gab es erstmal eine spektakuläre Show in Form von Blitz und Regen. Bei der Ankunft an der Strecke war das gröbste (vorerst) vorbei und es tropfte nur noch etwas.
Nachdem alle Menschen begrüßt waren, kamen dann auch noch diverse Mücken um mir guten Tag zu sagen… Eine nette Geste.
Wie dem auch sei – zusammen haben wir noch schnell das Zelt von Westi & Kerana errichtet und beendeten dann langsam aber sicher den Tag.
Der Freitag begann sehr entspannt und ruhig. Fahren konnten wir nicht, denn in der Nacht hatte irgendwer die Idee, aus der Rennstrecke eine Speed Boot Strecke zu bauen. Es sah zwar schön aus, aber leider hatte keiner ein Boot dabei.
gegen 10:30 erfolgte dann die erste Runde auf dem Kurs. Mit fahren hatte das aber noch nichts zu tun, denn es war mehr ein rutschen, als ein fahren.
Da der Verbrenner keine großen Zicken machte kam der Elektro zum Einsatz um die Strecke kennen zu lernen. Somit konnte ich auch gleich testen, wie weit ich mit einer Akku Füllung komme.
Am Nachmittag besserte sich ganz langsam das Gripp Niveau etwas und ich konnte endlich beginnen vernünftig mit dem RRR zu fahren.
Vom Setup her lag ich fast richtig und ich musste nur die Federn ändern um für mich zufrieden zu sein. Dennoch hatte ich kaum Haftung.
An die Strecke an sich hatte ich mich recht schnell gewöhnt, aber sie ist ja auch nicht sehr anspruchsvoll gewesen. In meinen Augen ist es eine sehr digitale Strecke, aber dennoch mit der ein oder anderen Mut Passage, wo man viel gewinnen, aber noch mehr verlieren kann.
Bis zum Abend gab es keine Probleme und ich habe meine Tagesprogramm erfolgreich abschließen können.
Am Samstag erfolgte nochmals eine kleine Änderung an der Bremse, sodass ich am Ende der langen Geraden mehr Gefühl beim Bremsen hatte. Das wirkte sich dann auch im Vorlauf aus, wo ich mit 17 Runden vorläufig auf Startplatz 1 fuhr.
Nach dem Vorlauf testete ich noch andere Reifen, welche dann auch mein Haftungsproblem lösten.
Endlich lag das Auto, wie ich es mir gewünscht habe, aber es stand an dem Tag kein weiterer Vorlauf auf dem Programm.
Den 2. Vorlauf am Sonntag morgen bin ich nicht gefahren. Ich hoffte, das meine 17 Runden für einen der ersten 3 Plätze reichen würde und das Tat es am Ende auch. Ich erreichte Startplatz 2 mit nur 3 Sekunden Rückstand zum 1.
Zufrieden? Auf alle Fälle.
Scharf auf das Rennen? Na sicher!
Alles vorbereitet und noch recht ruhig näherte ich mich dem Start. In der Vorbereitungszeit fühlte sich das Auto immer noch sehr gutmütig und ruhig an. Ich hoffte nur, das es so bleibt und ich auch schnell genug fahre.
Nur noch wenige Sekunden bis zum Start… der Puls steigt…
Noch 3 Sekunden… das Auto wird abgesetzt, der Finge am Gashebel zuckt schon Nervös.
2… 1… Start!
Der spannendste Moment des Tages und alles ging gut. Für mich war es nicht der perfekte Start, aber ich konnte meinen Platz halten.
Am Ende der geraden wurde ich dann aber beim Bremsen angeschoben und rutschte dadurch ins Gras, was mich erstmal etwas nach hinten warf.
Nach wenigen Kurven hatte ich die meisten aber bereits wieder eingeholt und eroberte meinen Platz zurück.
Ich war mir sicher, das ich mittlerweile auf Platz 2 war aber laut Ansage lag ich auf Platz 1!?
Das konnte nicht sein! Den eigentlichen 1. hatte ich nie überholt. Irgendwann tauchte er dann hinter mir auf mit einer Geschwindigkeit, die ich zu diesem Zeitpunkt, nicht mit gehen konnte. Somit war es nur eine reine Formsache, das er nun seinen rechtmäßigen Platz bekam.
Im weiteren Verlauf waren wir eine ganze Zeit nur ca. eine halbe Runde auseinander, bis ich dann einen etwas größeren Fahrfehler einbaute und damit nochmals eine Menge Boden verlor.
Bis zum Ende des Rennens lief von da an alles Rund, aber ich kam trotzdem mit 2 Runden Rückstand auf den ersten ins Ziel.
Alles in allem also ein gelungenes Wochenende mit viel Spaß und gutem Wetter.

Danke an meinen Mechaniker, den Verein, das Orga-Team, sethos und vor allem allen Teilnehmern für das gelungene Wochenende.
Ich freue mich schon auf das nächste Rennen und hoffe, alle wieder zu sehen.

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