Rennbericht Munster II 2013

Das Saisonfinale! Es ist da! Besser gesagt es war da und das viel zu schnell.
Am 20.-22. September fand das letzte Rennen der Saison wieder in Munster statt. Nach einer bis dahin sehr erfolgreichen Saison mit 2 Siegen und 2 zweiten Plätzen ging es nun um die Wurst, denn das Spannende Finale sollte die Entscheidung in der Meisterschaft bringen. Nur 2 Fahrer hatten noch die Chance diese zu gewinnen und einer davon war ich. Aber wie dem auch sei – nun der Reihe nach:
Wie in den letzten Rennen auch konnte ich bereits am Donnerstag anreisen und das schien bis dato auch gut gewesen zu sein, denn das Wetter war bei meiner Ankunft perfekt. Leider änderte sich dies bereits wenige Stunden später und es fing an zu Regnen. Es waren zwar immer nur kurze Schauer, aber es nervte schon, denn es zog sich bis zum Freitag. Immer, wenn die Strecke gerade etwas trockener wurde kam der nächste Schauer, was ein fahren fast unmöglich machte. Somit war mein Plan am Freitag schon einmal nicht aufgegangen und ich konnte mein Setup nicht fertigstellen.
Erst am Samstag kam ich zum fahren und musste auch nur geringfügige Änderungen am Auto vornehmen. Ich lag also bei der Vorbereitung einmal mehr recht gut. Auch meine Reifenwahl fühlte sich ganz gut an, aber ich hatte leichte Bedenken, das diese für das Rennen zu weich sein könnten und nach einigen Minuten nachlassen würden, doch je länger ich damit fuhr, je besser wurden sie, also blieb ich bei diesen.
Am Nachmittag ging es an die Vorläufe und ich kam im ersten ganz gut durch. Dennoch reichte es da nur für den 2. Platz mit 2,3 Sekunden Rückstand und meiner schnellsten Runde in der letzten Runde.
Auch das bekräftigte mich darin, diese Reifen weiter zu fahren.
Den 2. Vorlauf fuhr ich nicht, was zur Folge hatte, das ich auf Platz 3 zurück fiel, doch das ist bei einem langen Rennen nicht so entscheidend.
Am Sonntag Mittag ging es langsam in die heiße Phase und das Rennen stand an. Ich hatte einen guten Start bis nach der ersten Kurve. Dort rutschte ich etwas zu weit raus und landete im Gras. Als Folge fiel ich an das Ende des Feldes zurück und verlor etwas Zeit. Bis zum ersten Boxenstopp holte ich gut auf und schob mich auf Platz 2. Es wurde Spannend zwischen Platz 1 und 2, denn wir waren mit Abstand die schnellsten. Ich hörte ein paar mal, wie dem erstplatzierten mehrfach der Abstand angesagt wurde und der wurde geringer.
Doch leider änderte sich dies nach 12-13 Minuten Fahrzeit, als ich fühlte, wie mein Auto anfing zu rutschen. Ich dachte anfangs, ich hätte zu sehr angegriffen und es wären nur die Reifen, die gerade einbrechen, aber auch nach einigen langsameren Runden änderte sich nichts. Ich fühlte auch langsam auf der Haut, wie ganz leichter Nieselregen einsetzte und begriff, das daher meine Probleme kamen. Ich freundete mich damit an und nahm etwas Geschwindigkeit heraus und fuhr ab da auf Sicherheit.
Nach meinem letzten Boxenstopp hatte ich daher nun schon 5 Runden Rückstand auf Platz 1 und dort konnte eigentlich nichts mehr passieren. Die Plätze waren überall bezogen, doch es wurde für mich persönlich nochmals etwas spannender, denn mein Auto lenkte immer schlechter in die Kurven ein. Ich musste es regelrecht in die Kurve zwingen und war froh als dann endlich das Rennen vorbei war.
Direkt nach der Zieldurchfahrt stellte ich mein Auto ab, denn ich wollte es mir nicht nehmen lassen dem Rennsieger und neuem Meister in der Klasse als erster zu gratulieren. Es folgten dann noch die anderen Fahrer. Es war eines der schönsten Rennen des Jahres und es machte alles in allem viel Spaß.
Die Siegerehrung war dann auch für mich etwas besonderes, denn es war das 8. Rennen in Folge bei dem ich auf dem Treppchen stand. Zum Abschluss der Saison gab es nun noch die Jahreswertung, welche standesgemäß mit einer Sektdusche für die ersten 3 endete. Es war grausam, aber dennoch schön. Wie auch schon im Vorjahr lies ich es einfach über mich ergehen und freute mich einfach, das ich es wieder unter die Top 3 geschafft hatte.

Zum Abschluss bleibt mir nur die obligatorische Dankesrede:
– Dirk und Sebastian, meine beiden Mechaniker in diesem Jahr
– den Fahrern der TW2.5 für die wunderschönen Rennen
–  allen Fahrern für die schönen und unterhaltsamen Stunden
– dem Orga-Team für die Veranstaltung und Organisation der Rennen
– den Vereinen bei denen wir fahren durften
Ich hoffe nichts vergessen zu haben, außer einem:
Schon jetzt freue ich mich auf 2014 und hoffe euch alle da wieder zu sehen!

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