Rennbericht Hildesheim 2014

Der Saisonabschluss, das Ende eine Ära und das wohlmöglich spaßigste Rennen meines Lebens!

Vorwort:
Hildesheim bedeutete für mich, 3 Tage Spaß mit allen Teilnehmern, denn für mich war alles entschieden was die Meisterschaft angeht. Jedoch waren die anderen Plätze noch nicht bezogen und es deutete alles auf ein spannendes Finale hin.

Freitag:
Tag der Anreise. Nach einer entspannten fahrt wurden erstmal alle ausgiebig begrüßt, bevor es ans auspacken ging. Die ersten Runden drehte ich mit dem Verbrenner.
Sofort merkte ich, dass eigentlich gar nichts passte. Ich hatte keinen Gripp und auch der Motor lief bescheiden. Letzteres Problem war mit wenigen Handgriffen behoben, aber die Haftung konnte ich einfach nicht finden. Mit fortschreitender Stunde und mehreren Fahrern kam dann aber langsam der Gripp und ich konnte auch einige fehlerfreie Runden am Stück fahren. Vor allem
die Minuten in denen 2 andere Fahrer aus meiner Klasse mit auf der Strecke waren, machten Spaß!

Auch mit dem Elektro lief es nicht ganz so rund, denn auch da hatte ich nur wenig Gripp zu Beginn.
Im Infield fand ich schnell meinen Rhythmus und kam da sehr gut durch. Dort funktionierte der Verbrenner einwandfrei.

Ich kann dennoch getrost sagen, dass ich an diesem Tag öfter im Gras lag, als die letzten 2 Jahre zusammen…
Samstag:
Erst Regen, dann Rennen.
Die Elektro Vorläufe am Mittag verliefen alle 3 suboptimal für mich. Es war irgend etwas zwischen Rutschen, aufsitzen, Haftung und Fliegen. Im ersten Lauf hatte ich mehrere Fahrfehler, die mich etwas aus dem Konzept brachten. Im Infield kam ich gut durch, aber alle schnellen Kurven schaffte ich nicht.
Im 2. Vorlauf kam ich etwas besser zurecht, bis ich mitten auf der Geraden abgehoben bin ich mich mit einem Rückwärtssalto verabschiedet habe. Danach ist mein Auto noch 2 mal leicht abgehoben, was ich aber abfangen konnte. Für den 3. Vorlauf habe ich mir von Andreas eine Karosserie geliehen, welche auch deutlich besser funktionierte. Jedoch hatte ich da einen kleinen Defekt am Auto in Form eines gebrochenen Stoßdämpfers. Dies konnte ich jedoch schnell beheben und weiter ging es. Leider war es min schlechtester Vorlauf, auch wenn ich mich da am wohlsten fühlte.

Beim Verbrenner war es noch etwas schwerer. Der erste Vorlauf war komplett nass, sodass ich nur eine Runde in sagenhaften 1:20 Minuten gefahren bin um qualifiziert zu sein. Der eigentliche 2. Vorlauf war ebenso nass, sodass ich diesen nicht fuhr, als plötzlich gesagt wurde, dass 30 Minuten Pause eingeschoben werden und dann der Vorlauf nochmal neu gestartet wird. Dies reichte zum groben abtrocknen der Strecke und ich fuhr diesen Lauf. Es war ein Tanz auf eiern, aber es machte viel Spaß und reichte dazu noch für Startplatz 1.

 

Sonntag:

Das selbe Spiel wie am Samstag, aber dieses mal schafften wir nur einen Lauf Elektro. Auch dieses mal hob mein Auto wieder auf der Geraden ab und ich verlor etwas das Vertrauen in das Auto. Für das 2. Final wollte ich etwas ändern aber dazu kam es leider nicht mehr, da der Regen schneller kam als der Lauf…

Bis zum Verbrenner Lauf trocknete die Bahn etwas ab und es war fahrbar. Wenige Minuten vor dem Start hatte ich sogar Andrea noch überredet ins Rennen ein zu steigen, als plötzlich nochmal ein kleiner schauer nieder ging. Ich kam ins grübeln: starten oder nicht? Später einsteigen und hinterher?
Eine Runde in der Vorbereitungszeit brachte die Erkenntnis: Starten aus der Box und dem Feld hinterher. Ich startete (als einziger?) auf Moosgummi Trockenreifen, die meisten anderen auf Regenreifen. Mir war klar, dass ich in den ersten 10-15 Minuten keine Chance haben würde also machte ich das Beste daraus. Nach ein paar Runden spielte ich in den Kurven etwas mit dem Gas und langsam kam ich ans Driften. Runde für Runde machte es mehr Spaß und ich konnte es oft sehr gut kontrollieren. Irgendwann hörte ich von unten das Lachen und teilweise auch Applaus. Hin und wieder konnte ich neben Autos mit Regenbereifung her driften und diese so auch so zum Teil überholen. Besonders gut hat das bei unserer guten Vanessa in der Zielkurve funktioniert.
Es machte so viel Spaß, dass mir die Platzierung eigentlich vollkommen egal war. Nach ca. 20 Minuten fingen dann die meisten an zu jammern, dass die Reifen nachlassen und meine begannen langsam zu funktionieren.
Ohne den Schauer zu Beginn hätte ich vielleicht eine Chance gehabt auf ein Podest, aber so blieb mir „nur“ Platz 4, der für mich aber wie ein Sieg ist. Ich hoffe, den Zuschauern eine gute Show geboten zu haben und zum ersten mal bereue ich es wirklich, dass keine Kamera an der Strecke war…

An diesen 3 Tagen fiel für mich auch die Entscheidung im nächsten Jahr die Klasse zu wechseln. Ich werde in die Lola breit gehen und dort mein Glück mit einem Xray NT1 versuchen.

 

So oder so, bleibt mir nur zu sagen, dass es eine Wundervolle Saison mit euch allen war und ich freue mich auf den Winterstammtisch in Wernigerode, bei dem ich hoffentlich viele wieder sehe!

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