Rennbericht Kirchhain 2013

Um es mit den Worten von Rene zu sagen: „88 Grad und es wird noch heißer…“.
Dem kann ich mich nur anschließen, denn es war eins der wärmsten Rennen, die wir im RCCM Cup bislang hatten.
Am Donnerstag bei angenehmen 30°C war die Anreise noch recht entspannt und ich kam gegen Mittag an der Strecke im schönen Hessen an.
Nach der langen Begrüßung ging es an die Arbeit: Pause.
Ich fuhr an dem Tag nur ein paar Runden mit meinem Elektro und konzentrierte mich somit auf den Spaß.
Für den Verbrenner hatte ich keine Lust mehr.
Am Freitag wollte ich dann endlich mal meinen RRR starten, wobei ich mich dieses mal etwas zurück halten musste, da ich kaum noch Sprit dabei hatte.
Ich fuhr am Vormittag nur 2 Tankfüllungen, also ca. 10-12 Minuten, bei denen ich es schon ganz gut hinbekommen hatte mein Setup an zu passen.
Ab ca. 11 Uhr war an fahren für mich nicht mehr zu denken. Mit über 37°C war es mir einfach nur zu warm und ich blieb größtenteils im Schatten des Fahrerlagers.
Die Zeit nutzte ich um den 5,5 Turn Motor in den Elektro ein zu bauen. Dank einem anderen Zahnrad von Rico hatte ich nun die richtige Übersetzung.
Über den Tag verteilt starteten wir dann mit bis zu 4 Elektros und hatten damit eine Menge Spaß. Die kleinen Flitzer gingen richtig gut und konnten auch mit den 2.11er Verbrennern zum Teil mithalten.
Den Samstag Vormittag nutzte ich um die letzten Kleinigkeiten  am RRR zu testen und war nun auch soweit zufrieden und für den Vorlauf bereit.
Im ersten Vorlauf hatte ich einen kleinen Fehler mit einer großen Auswirkung. Mein Spritschlauch löste sich und mein Auto ging aus. Im 2. Vorlauf konnte ich aber dann endlich durchfahren und sicherte mir somit Startplatz 1 im Finale.
Der Sonntag konnte kommen und er kam dann auch nach einer kurzen Nacht.  Zum Glück wurde es genau zu den Finalläufen etwas kühler und so ging ich mit Vorfreude in das Rennen.
Ich traf den perfekten Start und konnte mich schnell absetzen.
Bereits nach wenigen Runden begannen die Überrundungen und das Auto wurde von Runde zu Runde besser.
Nach ein paar Minuten klebte das Auto förmlich auf der Strecke und ich fuhr die Steilkurve immer schneller, als gerade in der Runde, wo ich da mit Vollgas durchfahren wollte ein Auto da lag.
Ich habe dieses nicht gesehen. Ich sah nur auf einmal 2 Autos fliegen und rechnete mit dem schlimmsten.
Erstaunlicherweise stand mein Auto noch auf seinen Rädern und der Motor war auch noch an sodass ich weiterfahren konnte. Ich merkte aber, das irgendwas nicht mehr zu 100% in Ordnung war und so konnte ich nicht mehr ganz so schnell fahren.
Ab und an rutschte ich mal leicht neben die Strecke, aber das konnte ich bis auf einmal immer gut abfangen.
Bei diesem einen größeren Fehler sammelte ich leider etwas Unkraut auf, weswegen ich einen kurzen Reinigungsstopp einlegen musste. Daraufhin ließ ich es nochmals etwas ruhiger angehen und wollte nur noch fertig fahren. Dad gelang mir aber ein weiteres mal nicht. Beim überrunden stieß ich erneut auf ein stehendes oder extrem langsames Fahrzeug, dem ich nicht ausweichen konnte und auch dieses traf ich leider. Dieses mal aber ohne Folgen für beide und ich konnte den Sieg mit 6 Runden Vorsprung heimfahren.
Trotz der Hitze war es ein sehr schönes Wochenende und ich hoffe, das das nächste Rennen mindestens genau so schön wird.

Rennbericht Halle 2013

Für mich bedeutete Halle so etwas wie ein „Heimrennen“, da es nur ca. 150 Km entfernt war.
Am Donnerstag Abend, während meiner anreise, gab es erstmal eine spektakuläre Show in Form von Blitz und Regen. Bei der Ankunft an der Strecke war das gröbste (vorerst) vorbei und es tropfte nur noch etwas.
Nachdem alle Menschen begrüßt waren, kamen dann auch noch diverse Mücken um mir guten Tag zu sagen… Eine nette Geste.
Wie dem auch sei – zusammen haben wir noch schnell das Zelt von Westi & Kerana errichtet und beendeten dann langsam aber sicher den Tag.
Der Freitag begann sehr entspannt und ruhig. Fahren konnten wir nicht, denn in der Nacht hatte irgendwer die Idee, aus der Rennstrecke eine Speed Boot Strecke zu bauen. Es sah zwar schön aus, aber leider hatte keiner ein Boot dabei.
gegen 10:30 erfolgte dann die erste Runde auf dem Kurs. Mit fahren hatte das aber noch nichts zu tun, denn es war mehr ein rutschen, als ein fahren.
Da der Verbrenner keine großen Zicken machte kam der Elektro zum Einsatz um die Strecke kennen zu lernen. Somit konnte ich auch gleich testen, wie weit ich mit einer Akku Füllung komme.
Am Nachmittag besserte sich ganz langsam das Gripp Niveau etwas und ich konnte endlich beginnen vernünftig mit dem RRR zu fahren.
Vom Setup her lag ich fast richtig und ich musste nur die Federn ändern um für mich zufrieden zu sein. Dennoch hatte ich kaum Haftung.
An die Strecke an sich hatte ich mich recht schnell gewöhnt, aber sie ist ja auch nicht sehr anspruchsvoll gewesen. In meinen Augen ist es eine sehr digitale Strecke, aber dennoch mit der ein oder anderen Mut Passage, wo man viel gewinnen, aber noch mehr verlieren kann.
Bis zum Abend gab es keine Probleme und ich habe meine Tagesprogramm erfolgreich abschließen können.
Am Samstag erfolgte nochmals eine kleine Änderung an der Bremse, sodass ich am Ende der langen Geraden mehr Gefühl beim Bremsen hatte. Das wirkte sich dann auch im Vorlauf aus, wo ich mit 17 Runden vorläufig auf Startplatz 1 fuhr.
Nach dem Vorlauf testete ich noch andere Reifen, welche dann auch mein Haftungsproblem lösten.
Endlich lag das Auto, wie ich es mir gewünscht habe, aber es stand an dem Tag kein weiterer Vorlauf auf dem Programm.
Den 2. Vorlauf am Sonntag morgen bin ich nicht gefahren. Ich hoffte, das meine 17 Runden für einen der ersten 3 Plätze reichen würde und das Tat es am Ende auch. Ich erreichte Startplatz 2 mit nur 3 Sekunden Rückstand zum 1.
Zufrieden? Auf alle Fälle.
Scharf auf das Rennen? Na sicher!
Alles vorbereitet und noch recht ruhig näherte ich mich dem Start. In der Vorbereitungszeit fühlte sich das Auto immer noch sehr gutmütig und ruhig an. Ich hoffte nur, das es so bleibt und ich auch schnell genug fahre.
Nur noch wenige Sekunden bis zum Start… der Puls steigt…
Noch 3 Sekunden… das Auto wird abgesetzt, der Finge am Gashebel zuckt schon Nervös.
2… 1… Start!
Der spannendste Moment des Tages und alles ging gut. Für mich war es nicht der perfekte Start, aber ich konnte meinen Platz halten.
Am Ende der geraden wurde ich dann aber beim Bremsen angeschoben und rutschte dadurch ins Gras, was mich erstmal etwas nach hinten warf.
Nach wenigen Kurven hatte ich die meisten aber bereits wieder eingeholt und eroberte meinen Platz zurück.
Ich war mir sicher, das ich mittlerweile auf Platz 2 war aber laut Ansage lag ich auf Platz 1!?
Das konnte nicht sein! Den eigentlichen 1. hatte ich nie überholt. Irgendwann tauchte er dann hinter mir auf mit einer Geschwindigkeit, die ich zu diesem Zeitpunkt, nicht mit gehen konnte. Somit war es nur eine reine Formsache, das er nun seinen rechtmäßigen Platz bekam.
Im weiteren Verlauf waren wir eine ganze Zeit nur ca. eine halbe Runde auseinander, bis ich dann einen etwas größeren Fahrfehler einbaute und damit nochmals eine Menge Boden verlor.
Bis zum Ende des Rennens lief von da an alles Rund, aber ich kam trotzdem mit 2 Runden Rückstand auf den ersten ins Ziel.
Alles in allem also ein gelungenes Wochenende mit viel Spaß und gutem Wetter.

Danke an meinen Mechaniker, den Verein, das Orga-Team, sethos und vor allem allen Teilnehmern für das gelungene Wochenende.
Ich freue mich schon auf das nächste Rennen und hoffe, alle wieder zu sehen.

Rennbericht Tüttendorf 2013

Der Weg nach Tüttendorf war mit insgesamt 650Km nicht der kürzeste und stellte vor allem meine Nerven auf der A7 auf eine kleine Zerreisprobe.
Nach einer gefühlten Ewigkeit schwebten DOTOHO und ich im Formationsflug an der Strecke ein und wurden dort schon von einem Vereinsmitglied begrüßt.
Nach einer kurzen Einweisung und Besichtigung bauten wir unsere „Zelte“ auf.
Ein Grill später und nach einem sehr Sonnigen erwachen ging es zum ersten mal auf die Strecke. Von der ersten Runde an hatte ich ein breites Lächeln im Gesicht. Die Strecke macht einfach nur Spaß und ich liebte sie von der ersten bis zur letzten Runde. Das Auto lag von Anfang an gut, aber ein paar kleine Änderung waren nötig, das ich 100% zufrieden war.
Ich fuhr über den Freitag so viel, wie schon lange nicht mehr und hatte kaum Fahrfehler zu vermelden. Es machte tierisch viel Spaß auch mal die, normalerweise, schnelleren 2.11er zu Ärgern. Gerade mit X-43A lieferte ich mir einige schöne Runden.
Auch der Samstag verlief bis zu den Vorläufen problemlos und Produktiv.
Zum Start der Vorläufe kam die Vorfreude auf den ersten „Kampf“ mit den anderen meiner Klasse. Zu meinem Bedauern habe ich bereits in der ersten Runde Neuling bei einem Überholversuch getroffen, was seinen Vorlauf beendete. Ich konnte weiter fahren und schaffte 21 Runden. Damit war ich alles in allem ganz zufrieden.
Den 2. Vorlauf startete ich nicht. Es reichte trotzdem um die Pole Position zu ergattern.
Am Sonntag früh wollte ich meine ganz normale Testrunde fahren und da passierte es: so, wie ich Gas gegeben hatte schoss mein Auto unkontrolliert los und verfehlte einen Holzbalken am Ende der geraden nur knapp.
Grund dafür war ein Teil was bei mir noch nie kaputt gegangen ist: der Ein- & Ausschalter.
Glücklicherweise ist am Auto selbst nichts kaputt gegangen. Ich hatte lediglich etwas Arbeit damit. Nach der erfolgten Reparatur konnte ich dann endlich meinen Test fahren und schließlich auf das Finale warten.
Der Start verlief sehr gut. Ich konnte mich nach ein paar Runden langsam aber sicher absetzen und hatte keine Probleme. Ich hatte sehr viel Spaß mit und gegen die anderen. Bereits nach ca. 15 Minuten waren die Positionen bezogen und es wirkte etwas statisch.
In den letzten 3 Minuten wollte ich es dann aber doch noch wissen und erhöhte meine Geschwindigkeit. Zu verlieren gab es nichts mehr und ich war gerade in einem schönen Lauf. Das ganze endete mit der besten Zeit in Runde 98 von 99 mit 15,770 Sekunden.
das Rennen an sich gewann ich mit 9 Runden Vorsprung.
Alles in allem war es eins der schönsten Events überhaupt. Die Anlage ist wunderschön, der Verein Top .
Die Strecke ist anspruchsvoll aber hat einen großen Spaßfaktor.
Ich bin beim nächsten mal auf jeden Fall wieder dabei!

Rennbericht Munster I 2013

Ich fasse es kaum, das das erste Rennen der Saison schon wieder vorbei ist.
Die Anreise am Donnerstag war recht entspannt und so konnte ich am Freitag früh ganz in Ruhe mein geplantes Testprogramm abarbeiten. Das Grundsetup hat ein weiteres mal gut gepasst und es bedurfte nur wenigen kleinen Änderungen um mich vollends zufrieden zu stellen.
Ich wurde lediglich von einer defekten Glühkerze gestoppt, die ich kurz zuvor erst gewechselt hatte. Leider ist deren Glühwendel in den Motor gefallen und hat in diesem einige Späne hinterlassen, was schon den ersten Motorwechsel zur Folge hatte. Zum Glück hatte ich einen eingelaufenen Ersatzmotor dabei, was den Trainingsausfall in Grenzen hielt.
Der neue Motor hatte eine Centax Kupplung verbaut, welche auch gleich perfekt funktionierte. Die Verwunderung darüber war fast genau so groß, wie die Begeisterung.
Den Nachmittag verbrachte ich somit mit der Feineinstellung des Motors und der Kupplung.
Der Samstag verlief rein nach Routine was das Training betraf. Das Auto machte keinerlei Probleme und auch die Reifen taten was sie sollen.
Am Nachmittag sollte der erste Vorlauf stattfinden, welchen ich unbedingt gut abschließen wollte, da für den Sonntag schlechtes Wetter vorausgesagt wurde. Somit war mein Ziel eine gute Ausgangsposition für das Rennen zu ergattern. Das wäre auch gut gewesen, wenn es geregnet hätte und daher nach Vorlauf gewertet worden wäre.
Dazu kam es jedoch nicht. Bereits in der Vorbereitungszeit bekam ich Probleme – Funk Probleme.
Ein Unding in der heutigen Zeit und für mich sehr überraschend. Irgendwie zu plötzlich und ohne vorherige Probleme bei den Tests zuvor.
Ich startete dennoch in den Vorlauf in der Hoffnung, das es einmalig gewesen ist, aber bereits in meiner 3. Runde flog ich am Ende der geraden mit eben diesen Problemen wieder ab und beendete danach mein Vorlauf.
Das bedeutete am Ende Startplatz 9. Etwas frustriert und enttäuscht überprüfte ich die gesamte Elektrik, welche aber keinen Fehler aufwies. Am Auto an sich hatte ich zum Glück auch keinen Schaden.
Am Abend ging es zum Grieche. Leckeres Essen zum fairen Preis ließ mich fast Platzen.
Am Sonntag Vormittag hatten wir dank des Regens und der durchweg nassen Strecke viel Zeit für „andere“ Sachen, wie z.B. Brot Tosten mit Heißluftföhn.
Die Vorläufe waren nicht fahrbar.
Am Nachmittag klarte das Wetter etwas auf und wir konnten alle 3 Finalrennen im Trockenen fahren.
Ich entschied mich in meinem Finale für den Start aus der Box. Somit konnte ich eventuellen Kollisionen vorbeugen und das Feld in Ruhe von hinten aufräumen.
Das war im Endeffekt auch die richtige Entscheidung, denn dadurch fiel auch meine Anspannung etwas weg.
Das Rennen an sich verlief dann recht ruhig und ich kam schnell nach vorne. Es wurde sehr fair gefahren und es gab kaum Zwischenfälle.  Die Funkprobleme vom Vortag traten auch nicht wieder auf.
Ich hatte Zeitweise nur einen wirklichen Kampfgegner – DeepSylver. Ich wusste es durch die Durchsagen, das wir beide hintereinander waren, aber den genauen Abstand kannte ich nicht. Auf der Strecke waren wir ähnlich schnell. Irgendwann machte er einen kleinen Fehler und verlor Zeit. Dadurch kam ich wohl auch vorbei und konnte einen Vorsprung heraus fahren. Somit war vorerst Platz 2 der meine. Zu Micha auf Platz 1 konnte ich nicht aufschließen. Seine Geschwindigkeit war einfach zu hoch und somit sicherte ich nach hinten meinen Platz und fuhr sauber Richtung Ende.
Ohne weitere Vorkommnisse kam ich dann nach gefühlten Jahren auf Platz 2 mit 6 Runden Rückstand ins Ziel. Damit bin ich nach dem Vorlauf mehr als zufrieden.

Ich danke allen Fahrern für das schöne Rennen und die gute Kommunikation auf dem Fahrerstand und freue mich schon jetzt auf das nächste mal.

Rennbericht Braunschweig II 2012

Ein schöner Saison Abschluss sollte es werden, als das
letzte Rennen des RCCM Cups 2012 begann, doch es kam alles anders…

Es begann alles mit dem Aufbau der Zelte und Tische für das
Fahrerlager. Da alle mit anpackten war dies schnell erledigt, sodass gegen 16
Uhr der erste Test des Autos erfolgen konnte. Auf der Agende bei mir stand das
einstellen der Centax Kupplung, sowie das verfeinern des Setups. Nach einigen
kleinen Anpassungen passte alles sehr gut und ich war zufrieden.

Der Tag wurde gemütlich zusammen im Fahrerlager verbracht und den Autos der
letzte Schliff gegeben.

Nach einer kurzen Nachtpause begann der stressige Samstag. Nach
dem Frühstück ging es für mich auch schon zum ersten mal auf die Strecke, denn
der obligatorische morgentest gehört bei mir einfach dazu. Ich war erstaunt,
das zur frühen Morgenstunde die Strecke schon so viel Gripp bot. Gegen 11 Uhr
hatte ich dann den ersten Vorlauf. Dieser war eine reine Katastrophe!

Aus bislang unbekannten Gründen hatte ich plötzlich Funkstörungen. Erst dachte
ich, das es einmalig war und fuhr weiter, doch nach weiteren kleineren und
einem großen Aussetzer brach ich den Lauf ab, um mein Auto zu schonen. Etwas ratlos
und gefrustet begab ich mich zurück ins Fahrerlager um den Fehler zu suchen,
doch es war alles, wie immer. Einzige Vermutung war, das der Akku doch schon zu
schwach war. Dieser wurde geladen und das Problem trat nicht wieder auf.

Am Nachmittag startete dann das erste Rahmenrennen – der Staffellauf. Natürlich war ich mit am
Start, aber leider konnten wir nur den 4. Platz erreichen. Aufgrund des Spaßes
wurde die Platzierung jedoch vollkommen zur Nebensache.

Gegen 18 Uhr gab es dann ein lecke Spanferkel mit Sauerkraut, Bratkartoffeln
und Bier. Ein paar Teller und Bier später, so gegen 21 Uhr, sollte das
Nachtrennen starten. Auch das ließ ich mir nicht nehmen und startete da einfach
nur aus Spaß. Aus dem Startgetümmel hielt ich mich raus und konnte erstaunlich
gut recht saubere Runden fahren. Nach 20 Minuten war ich unter den Top 3. Das
Auto lief wie ein Uhrwerk und ich machte kaum Fehler. Am Ende dann die Überraschung
– Platz 1! Unverhofft das Rennen gewonnen und das Auto ganz gelassen. Zum
Abschluss des Tages ging es wieder ins Fahrerlager um den Tag gemütlich
ausklingen zu lassen.

Eine kurze Nacht später startete der eigentliche Renntag. Der 2. Vorlauf stand an und diesmal konnte ich
gut durch fahren. Das Resultat war Startplatz 2. Zum Rennstart musste ich dann
unbedingt die Kupplung zum arbeiten bekommen, um einen guten Start hinlegen zu
können. Das gelang mir recht gut und der Start verlief gut. Am Ende der geraden
wurde ich leider von einem anderen Auto berührt und drehte mich. Somit lag ich
am Ende des Feldes.

Bei meiner Aufholjagt machte ich leider einen groben Fahrfehler, welcher einen
Aufhängungsschaden nach sich zog. Meine 2 Mechaniker konnten diesen jedoch in
Windeseile Reparieren und ich konnte weiter fahren. Nun hieß es, das Auto sanft
und vorsichtig über die Zeit zu bringen. Es lag nicht mehr optimal und war auch
deutlich unruhiger. Dennoch konnte ich mich wieder Stück für Stück nach vorne
arbeiten und profitierte dabei auch von den Problemen der anderen.

Nach ca. 22 Minuten Laufzeit wollte ich eine Kurve anbremsen, als plötzlich an
mir ein Rad vorbei rollte. Ich merkte sofort, das es mein Rad war. Das erste
mal, das ich bei einem RCCM Rennen ein Rad verloren habe. Ich stand da oben auf
dem Fahrerstand und konnte es einfach nicht glauben…

Doch auch das wurde durch mein Top Team super schnell behoben und ich konnte
wieder ins Rennen eingreifen. Meine Platzierung kannte ich nicht, aber gut
konnte sie nicht sein. Zwischenzeitlich fuhren dann aber nur noch 2 von
gestarteten 10 Autos, was mir wiederum half etwas Boden gut zu machen. Ich
beendete ruhig das Rennen und erfuhr erst dann, das ich es doch noch auf Platz
2 geschafft hatte.

Das bedeutete, das ich nicht nur zum 3. mal bei meinem 3. RCCM Endlauf den 2.
Platz belegt habe, sondern auch, das ich die Meisterschaft für mich entscheiden
konnte.

Ein sehr großer Wunsch und Traum ist in Erfüllung gegangen!

Den Moment werde ich so schnell nicht vergessen. Vor allem, wie der Sekt meinen
Rücken herunter gelaufen ist… grausam,
aber schön.

Schade, das die Saison nun schon zu Ende ist, aber ich werde
2013 alles versuchen, den Titel zu verteidigen. Ob das gelingt? Wir werden
sehen.

Zu guter letzt die Dankesrede:

Der größte Dank geht an Dirk. Danke für die ganzen Jahre der
Unterstützung, den Tipps, den ganzen Spaß, dem morgendlichen Cappuccino… Ich
hoffe, das sich unsere Zusammenarbeit nächstes Jahr fortsetzt.

Danke an alle Starter der TW2.5, für die faire Saison und die schönen Momente
auf der Strecke.

Danke an Maik, meinem Mechaniker in Braunschweig 1 und Cheffe für die
Unterstützung in Braunschweig 2. Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen.

Danke an Mum für die tolle Verpflegung.

Danke an das Orga Team. Ihr habt eine schöne Saison auf die Beine gestellt. Ich
hoffe, das wird noch viele Jahre so weiter gehen.

Danke an Quasi, der mit den Event Rennen und dem Schwein für viel Spaß bei
allen Teilnehmern sorgte.

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